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Harzthea­ter zeigt Rishi und War­ten auf’n Bus an einem Fes­ti­val­tag

Die 21. Lan­des­büh­nen­ta­ge im Harz set­zen am Diens­tag, 24. März, auf zwei sehr unter­schied­li­che Stü­cke mit ost­deut­scher Thea­ter­hand­schrift. In Qued­lin­burg und Hal­ber­stadt ste­hen mit Rishi und War­ten auf’n Bus zwei Pro­duk­tio­nen auf dem Pro­gramm, die gesell­schaft­li­che Fra­gen auf ganz eige­ne Wei­se ver­han­deln.

Am Vor­mit­tag ist das Thea­ter Eis­le­ben mit Rishi auf der Neu­en Büh­ne Qued­lin­burg zu Gast. Die Auf­füh­rung beginnt um 10 Uhr und rich­tet sich beson­ders an Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie an jugend­li­ches und erwach­se­nes Publi­kum. Am Abend folgt um 19.30 Uhr in der Kam­mer­büh­ne Hal­ber­stadt die Insze­nie­rung War­ten auf’n Bus der Neu­en Büh­ne Senf­ten­berg.

Gerichts­dra­ma über Wahr­heit und Wahr­neh­mung

Im Mit­tel­punkt von Rishi steht der Tod eines 17-Jäh­ri­gen indi­scher Her­kunft am Bahn­hof von Den Haag. Der Jugend­li­che wird von einem Poli­zis­ten erschos­sen, nach­dem zuvor ein anony­mer Not­ruf ein­ge­gan­gen war. Das Stück von Kees Roor­da rekon­stru­iert die Ereig­nis­se anhand unter­schied­li­cher Aus­sa­gen von Zeu­gen, Betei­lig­ten und Ange­hö­ri­gen. Dabei rückt es die Fra­ge in den Vor­der­grund, wie Wahr­neh­mung, Vor­ur­tei­le und Erin­ne­rung die Suche nach Wahr­heit beein­flus­sen. Grund­la­ge sind laut Ankün­di­gung Zeu­gen­aus­sa­gen, Ver­neh­mungs­pro­to­kol­le und Gerichts­aus­sa­gen zu einem Fall, der 2012 in den Nie­der­lan­den eine brei­te öffent­li­che Debat­te aus­ge­löst hat­te.

Insze­nie­rung und Aus­stat­tung stam­men von Nico Diet­rich. Auf der Büh­ne ste­hen Frie­de­ri­ke Fink, Nima Con­radt und Mar­cel Frank.

Komö­die mit erns­ten Unter­tö­nen

Deut­lich leich­ter im Ton, aber eben­falls mit gesell­schaft­li­chem Tief­gang, kommt am Abend War­ten auf’n Bus auf die Büh­ne. Die Büh­nen­be­ar­bei­tung nach der gleich­na­mi­gen Fern­seh­se­rie stammt von Oli­ver Bukow­ski, ergänzt um Tex­te von Oli­ver Bukow­ski und Anne Rabe. Erzählt wird die Geschich­te der bei­den lang­zeit­ar­beits­lo­sen Freun­de Han­nes und Ral­le, die ihre Tage an einer Bus­hal­te­stel­le in der bran­den­bur­gi­schen Pro­vinz ver­brin­gen. Zwi­schen Still­stand, Erin­ne­run­gen und gro­ßen Lebens­fra­gen ver­su­chen sie, ihrer fest­ge­fah­re­nen Situa­ti­on mit Witz und Trotz zu begeg­nen.

Die Ankün­di­gung beschreibt das Stück als klu­ges und zugleich unter­halt­sa­mes Thea­ter über zwei Män­ner, die mit ost­deut­scher Schnau­ze und viel Lako­nie gegen Per­spek­tiv­lo­sig­keit anre­den. Regie führt Mir­ko Bött­cher. Für Büh­ne und Kos­tü­me ist Hele­ne Seitz ver­ant­wort­lich, die Dra­ma­tur­gie über­nimmt Richard Pfüt­zen­reu­ter. Es spie­len Dani­el Borg­wardt und Mat­thi­as Manz.

Fes­ti­val­pass und Kar­ten­ver­kauf

Kar­ten gibt es an den Thea­ter­kas­sen in Hal­ber­stadt und Qued­lin­burg sowie über das Harzthea­ter. Zudem wird für das Fes­ti­val ein Pass ange­bo­ten, mit dem alle Ver­an­stal­tun­gen der Lan­des­büh­nen­ta­ge besucht wer­den kön­nen. Der Preis liegt bei 63 Euro.

Foto: Mar­kus Scholz / Stef­fen Rasche

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