Harzthea­ter lädt zu kos­ten­lo­sem Wag­ner-Abend in Oschers­le­ben ein

Das Harzthea­ter lädt am Don­ners­tag, 12. Novem­ber 2026, zu einem beson­de­ren Musik­abend in die Musik­schu­le Oschers­le­ben ein. Unter dem Titel „Sieg­fried unter­wegs“ gibt die Musik­wis­sen­schaft­le­rin und Wag­ner-Exper­tin Sil­ke Nuss Ein­bli­cke in Richard Wag­ners Oper „Sieg­fried“. Beglei­tet wird die Ver­an­stal­tung von musi­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen aus der aktu­el­len Insze­nie­rung des Harzthea­ters. Beginn ist um 18.30 Uhr, der Ein­tritt ist frei. Eine Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich.

Die Ver­an­stal­tung gehört zum Begleit­pro­gramm des Har­zer Jahr­hun­dert­rings, mit dem das Harzthea­ter seit zwei Jah­ren Richard Wag­ners Opern­zy­klus „Der Ring des Nibe­lun­gen“ auf die Büh­ne bringt. Nach den bis­he­ri­gen Auf­füh­run­gen wird die Rei­he in der Spiel­zeit 2026/27 mit „Sieg­fried“ fort­ge­setzt. Die Pre­mie­re fin­det am 7. Novem­ber 2026 im Gro­ßen Haus Hal­ber­stadt statt.

Wag­ner-Exper­tin gibt Ein­bli­cke hin­ter die Kulis­sen

Sil­ke Nuss beschäf­tigt sich seit vie­len Jah­ren inten­siv mit Richard Wag­ners Wer­ken. Als lang­jäh­ri­ge Regie­as­sis­ten­tin und Musik­wis­sen­schaft­le­rin ver­mit­telt sie Hin­ter­grün­de zu den Opern und ihren Insze­nie­run­gen. Dabei ver­bin­det sie musik­wis­sen­schaft­li­ches Wis­sen mit unter­halt­sa­men Geschich­ten und weni­ger bekann­ten Ein­zel­hei­ten aus Wag­ners Schaf­fen.

Mit ihren Werk­ein­füh­run­gen ist sie regel­mä­ßig auch außer­halb der Thea­ter unter­wegs. In Oschers­le­ben wid­met sie sich dem drit­ten Teil des Ring-Zyklus, der auf­grund sei­ner mär­chen­haf­ten und humor­vol­len Ele­men­te häu­fig als das Scher­zo des Gesamt­werks bezeich­net wird.

Opern­sän­ger prä­sen­tie­ren musi­ka­li­sche Kost­pro­ben

Neben dem Vor­trag erwar­tet die Besu­cher Live-Musik aus der Oper. Tenor Fran­cis­co Huer­ta, der in der aktu­el­len Insze­nie­rung die Rol­le des Mime über­nimmt, und Bari­ton Juha Kos­ke­la, der als Wan­de­rer bezie­hungs­wei­se Wotan auf­tritt, prä­sen­tie­ren aus­ge­wähl­te Gesangs­bei­spie­le.

Die Kla­vier­be­glei­tung über­nimmt Geor­gi­os Sgour­das. Damit bie­tet der Abend die Gele­gen­heit, die musi­ka­li­schen Beson­der­hei­ten der Oper unmit­tel­bar ken­nen­zu­ler­nen und mehr über die Inter­pre­ta­ti­on des Harzthea­ters zu erfah­ren.

Sieg­fried setzt den Har­zer Jahr­hun­dert­ring fort

Richard Wag­ners „Sieg­fried“ erzählt die Geschich­te eines jun­gen Hel­den, der von dem Nibe­lun­gen Mime auf­ge­zo­gen wird und sei­ne Her­kunft zunächst nicht kennt. Aus den Bruch­stü­cken des Schwer­tes sei­nes Vaters Sieg­mund schmie­det er eine neue Waf­fe. Mit ihr besiegt er den Dra­chen Faf­ner, gelangt in den Besitz des sagen­um­wo­be­nen Rings und erweckt schließ­lich Brünn­hil­de aus ihrem lan­gen Schlaf.

Die Oper ver­bin­det mär­chen­haf­te Moti­ve mit komö­di­an­ti­schen Ele­men­ten und einer Musik, die ins­be­son­de­re die Kräf­te der Natur ein­drucks­voll zum Aus­druck bringt.

Die aktu­el­le Pro­duk­ti­on des Harzthea­ters steht unter der musi­ka­li­schen Lei­tung von Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Johan­nes Rie­ger. Regie führt Mar­co Mis­gai­ski, die Aus­stat­tung stammt von Tom Grass­hof. In der Titel­rol­le ist Tobi­as Ama­de­us Schö­ner zu erle­ben. Beglei­tet wer­den die Sän­ge­rin­nen und Sän­ger von den Har­zer Sin­fo­ni­kern.

Mit der Fort­set­zung des Ring-Zyklus knüpft das Thea­ter an den Erfolg sei­ner Insze­nie­rung von „Die Wal­kü­re“ an, die von der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung zu den zehn bes­ten Opern­pro­duk­tio­nen des Jah­res 2025 gezählt wur­de.

Wei­te­re Werk­ein­füh­rung in Wer­ni­ge­ro­de geplant

Nach dem Ter­min in Oschers­le­ben wird die Son­der­ver­an­stal­tung am Mitt­woch, 9. Dezem­ber 2026, um 19 Uhr in der Remi­se Wer­ni­ge­ro­de wie­der­holt. Auch dort sind musi­ka­li­sche Bei­trä­ge vor­ge­se­hen. Wel­che Künst­ler auf­tre­ten wer­den, steht noch nicht fest.

Dar­über hin­aus ver­mit­telt die Dra­ma­tur­gie des Harzthea­ters auf Anfra­ge auch pri­va­te Werk­ein­füh­run­gen.

Ter­mi­ne der Oper Sieg­fried im Über­blick

  • Sams­tag, 7. Novem­ber 2026, 17 Uhr: Pre­mie­re im Gro­ßen Haus Hal­ber­stadt
  • Mitt­woch, 18. Novem­ber 2026, 15 Uhr: König Albert Thea­ter Bad Els­ter
  • Sonn­tag, 22. Novem­ber 2026, 15 Uhr: Gro­ßes Haus Hal­ber­stadt, Stück­ein­füh­rung um 14.10 Uhr
  • Frei­tag, 18. Dezem­ber 2026, 18 Uhr: Gro­ßes Haus Qued­lin­burg, Stück­ein­füh­rung um 17.10 Uhr
  • Sams­tag, 16. Janu­ar 2027, 15 Uhr: Gro­ßes Haus Qued­lin­burg, Stück­ein­füh­rung um 14.10 Uhr
  • Sams­tag, 13. Febru­ar 2027, 15 Uhr: Gro­ßes Haus Hal­ber­stadt, Stück­ein­füh­rung um 14.10 Uhr
  • Sonn­tag, 7. März 2027, 17 Uhr: Gro­ßes Haus Hal­ber­stadt, Stück­ein­füh­rung um 16.10 Uhr

Die kos­ten­lo­se Son­der­ver­an­stal­tung „Sieg­fried unter­wegs“ fin­det am Don­ners­tag, 12. Novem­ber 2026, um 18.30 Uhr in der Musik­schu­le Oschers­le­ben, Hal­ber­städ­ter Stra­ße 1, statt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Harzthea­ter und sei­nen Pro­duk­tio­nen gibt es unter www.harztheater.de.

Foto: Ray Beh­rin­ger

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige