Hal­ber­städ­ter Erst­auf­füh­run­gen wür­di­gen das Schaf­fen von Hans Auen­mül­ler

Mit einem beson­de­ren Kam­mer­kon­zert erin­nert der Kam­mer­mu­sik­ver­ein Hal­ber­stadt an den 100. Geburts­tag des Kom­po­nis­ten und Diri­gen­ten Hans Auen­mül­ler. Die Ver­an­stal­tung fin­det am Sonn­tag, 1. Novem­ber 2026, um 18 Uhr im Rat­haus­saal Hal­ber­stadt statt. Im Rah­men der Inter­na­tio­na­len Kam­mer­mu­sik­rei­he „Stun­de der Musik“ ste­hen Wer­ke Auen­mül­lers sowie Kom­po­si­tio­nen von Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy und Ari­bert Rei­mann auf dem Pro­gramm.

Hans Auen­mül­ler präg­te das musi­ka­li­sche Leben Hal­ber­stadts über fast vier Jahr­zehn­te als musi­ka­li­scher Ober­spiel­lei­ter am Volks­thea­ter. Wäh­rend sei­ner Tätig­keit brach­te er bedeu­ten­de Wer­ke des Musik­thea­ters auf die Büh­ne und berei­cher­te die Kon­zert­pro­gram­me mit gro­ßen sin­fo­ni­schen Kom­po­si­tio­nen. Dar­über hin­aus schuf er ein umfang­rei­ches eige­nes Werk, dar­un­ter Mär­chen­opern, Orches­ter­stü­cke, Kam­mer­mu­sik, Vokal­wer­ke und Lie­der.

Hal­ber­städ­ter Erst­auf­füh­rung eines beson­de­ren Lie­der­zy­klus

Im Mit­tel­punkt des Kon­zerts steht Auen­mül­lers 1982 ent­stan­de­ner Lie­der­zy­klus „Gebe­te aus der Arche“. Die elf Gesän­ge für zwei Sing­stim­men und Streich­quar­tett basie­ren auf Gedich­ten der fran­zö­si­schen Schrift­stel­le­rin Car­men Ber­nos de Gasz­told aus ihrem Zyklus „Gebe­te aus der Arche“.

Das Werk wur­de 2003 in Auen­mül­lers Geburts­stadt Dres­den urauf­ge­führt und 2016 auch in der Sem­per­oper auf­ge­führt. Beim Gedenk­kon­zert am 1. Novem­ber erlebt der Zyklus sei­ne Hal­ber­städ­ter Erst­auf­füh­rung.

Ergänzt wird das Pro­gramm durch Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dys Streich­quar­tett a‑Moll op. 13, das der Kom­po­nist bereits im Alter von 18 Jah­ren schrieb.

Eine wei­te­re Hal­ber­städ­ter Erst­auf­füh­rung ist die Kom­po­si­ti­on „…oder soll es Tod bedeu­ten?“ von Ari­bert Rei­mann. Dar­in bear­bei­te­te Rei­mann acht Men­dels­sohn-Lie­der und ein Lied­frag­ment nach Gedich­ten von Hein­rich Hei­ne für Sopran und Streich­quar­tett. Den ursprüng­li­chen Kla­vier­part gestal­te­te er für die vier Streich­in­stru­men­te um und ver­band die ein­zel­nen Lie­der durch Inter­mez­zi.

Musi­ker der Dresd­ner Phil­har­mo­nie und des Harzthea­ters

Die musi­ka­li­sche Gestal­tung über­nimmt das Col­len­busch-Quar­tett, des­sen Mit­glie­der der Dresd­ner Phil­har­mo­nie ange­hö­ren. Als Gesangs­so­lis­ten wir­ken Béné­dic­te Hil­bert (Sopran) und Micha­el Rap­ke (Bari­ton) vom Harzthea­ter mit.

Das Kon­zert wird vom Kam­mer­mu­sik­ver­ein Hal­ber­stadt in Zusam­men­ar­beit mit dem Harzthea­ter ver­an­stal­tet.

Vor­ver­kauf und Ein­tritt

Ein­tritts­kar­ten sind in der Buch­hand­lung Schön­herr, in der Tou­rist Infor­ma­ti­on Hal­ber­stadt sowie per E‑Mail an kontakt@kammermusikverein-halberstadt.de erhält­lich. Schü­le­rin­nen und Schü­ler haben frei­en Ein­tritt.

Foto: Kat­ja Stüt­zer

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