Hal­ber­stadts Hei­ne­a­num wird umfas­send moder­ni­siert

Das Muse­um Hei­ne­a­num in Hal­ber­stadt schließt zum 30. Sep­tem­ber 2026 für rund ein Jahr sei­ne Türen. In die­ser Zeit wird die Dau­er­aus­stel­lung umfas­send neu gestal­tet. Bevor die Arbei­ten begin­nen, lädt das Muse­um am Sams­tag, 26. Sep­tem­ber, von 11 bis 16 Uhr zu einem Akti­ons­tag unter dem Mot­to Wir mau­sern uns ein.

Besu­che­rin­nen und Besu­cher kön­nen die bis­he­ri­ge Aus­stel­lung noch ein­mal erle­ben und zugleich einen ers­ten Ein­druck vom künf­ti­gen Kon­zept gewin­nen. Stünd­li­che Füh­run­gen durch Aus­stel­lung und Maga­zin geben Ein­bli­cke in die Geschich­te, die Samm­lung und die Arbeit des Muse­ums. Die Krea­tiv­agen­tur Ideen­Gut stellt außer­dem das neue Aus­stel­lungs­kon­zept vor.

Von 13 bis 16 Uhr ist ein Uhu zu Gast. Ergänzt wird das Pro­gramm durch ein Glücks­rad, Spie­le und Bas­te­l­an­ge­bo­te sowie Kaf­fee und Kuchen. Der Ein­tritt ist frei, Spen­den sind will­kom­men.

Eine bedeu­ten­de orni­tho­lo­gi­sche Samm­lung

Die Geschich­te des Hei­ne­anums reicht mehr als 200 Jah­re zurück und ist eng mit Fer­di­nand Hei­ne seni­or ver­bun­den. Des­sen Vogel­samm­lung bil­de­te den Grund­stock für die heu­ti­ge orni­tho­lo­gi­sche Samm­lung des Muse­ums.

Das Hei­ne­a­num bewahrt nach Anga­ben der Stadt eine der bedeu­ten­den orni­tho­lo­gi­schen Samm­lun­gen Euro­pas. Zum Bestand gehö­ren Prä­pa­ra­te zahl­rei­cher Vogel­ar­ten, dar­un­ter auch bereits aus­ge­stor­be­ne Arten. Die Samm­lung dient bis heu­te der wis­sen­schaft­li­chen For­schung und Doku­men­ta­ti­on. Einen beson­de­ren Schwer­punkt bil­det die Arbeit zum Rot­mi­lan.

Dar­über hin­aus ver­fügt das Muse­um über bedeu­ten­de Fos­si­li­en, dar­un­ter einen Pla­teo­sau­ri­er und einen Ple­si­o­sau­ri­er.

Ober­bür­ger­meis­ter Dani­el Sza­ra­ta bezeich­net das Hei­ne­a­num als einen beson­de­ren Schatz der Stadt und hebt des­sen Bedeu­tung weit über Hal­ber­stadt hin­aus her­vor. Zugleich wür­digt er das ehren­amt­li­che und finan­zi­el­le Enga­ge­ment des För­der­krei­ses am Hei­ne­a­num.

372.000 Euro für die Neu­ge­stal­tung

Für die neue Dau­er­aus­stel­lung wer­den ins­ge­samt 372.000 Euro inves­tiert. Der För­der­kreis für Vogel­kun­de und Natur­schutz am Muse­um Hei­ne­a­num über­nimmt davon einen Eigen­an­teil von 73.400 Euro.

Unter dem Vor­sitz von Jür­gen Jüling enga­gie­ren sich mehr als 200 Mit­glie­der für das Muse­um. Das neue Aus­stel­lungs­kon­zept wird gemein­sam vom Hei­ne­a­num, dem För­der­ver­ein und der Krea­tiv­agen­tur Ideen­Gut ent­wi­ckelt. Das Kul­tur­mar­ke­ting der Stadt Hal­ber­stadt beglei­tet das Pro­jekt.

Im Mit­tel­punkt der Arbei­ten ste­hen eine neue Gestal­tung der Aus­stel­lung, aktua­li­sier­te wis­sen­schaft­li­che Inhal­te und moder­ne Ver­mitt­lungs­for­men. Vitri­nen wer­den neu­ge­stal­tet, die Tech­nik im Erd­ge­schoss erneu­ert und digi­ta­le sowie inter­ak­ti­ve Ele­men­te inte­griert.

Künf­tig sol­len zudem die Geschich­ten hin­ter den Prä­pa­ra­ten sowie die Bedeu­tung der Samm­lung für Wis­sen­schaft, For­schung und Natur­schutz stär­ker ver­mit­telt wer­den.

Muse­um wird bar­rie­re­är­mer

Auch die Bar­rie­re­frei­heit soll ver­bes­sert wer­den. Eine Ram­pe soll den Zugang zum Gebäu­de und zum Erd­ge­schoss erleich­tern. Das Ober­ge­schoss soll künf­tig über einen Hub­lift erreich­bar sein.

Mul­ti­sen­so­ri­sche Sta­tio­nen sol­len meh­re­re Sin­ne wie Hören, Sehen und Füh­len anspre­chen. Infor­ma­tio­nen wer­den so gestal­tet, dass sie sowohl aus der Per­spek­ti­ve von Men­schen im Roll­stuhl als auch im Ste­hen gut wahr­ge­nom­men wer­den kön­nen.

Son­der­aus­stel­lung wird ver­län­gert

Wäh­rend der Schließ­zeit bleibt das Hei­ne­a­num mit wei­te­ren Ange­bo­ten prä­sent. Die gemein­sam mit dem Dom­schatz ent­wi­ckel­te Son­der­aus­stel­lung Stof­fe mit­tel­al­ter­li­cher Vogel­wel­ten wird bis zum 10. Janu­ar 2027 ver­län­gert.

Auch muse­ums­päd­ago­gi­sche Ange­bo­te und Abend­ver­an­stal­tun­gen sol­len wäh­rend der Umbau­pha­se fort­ge­führt wer­den.

Die Wie­der­eröff­nung des Hei­ne­anums ist für den Herbst 2027 vor­ge­se­hen. Dann soll sich das Muse­um mit einer neu kon­zi­pier­ten Dau­er­aus­stel­lung, moder­ner Tech­nik, inter­ak­ti­ven Ele­men­ten und ver­bes­ser­ter Bar­rie­re­frei­heit prä­sen­tie­ren.

Foto: Hei­ne­a­num

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