Die Stadt Halberstadt erarbeitet derzeit ein Entsiegelungskonzept und setzt dabei auch auf die Ortskenntnis der Bevölkerung. Bis Ende November können Vorschläge für Flächen eingereicht werden, auf denen Asphalt oder Beton künftig Grünflächen weichen könnten.
Gesucht werden beispielsweise wenig genutzte Parkplätze, asphaltierte Plätze oder andere versiegelte Bereiche. Auch Standorte für Bäume und Grünflächen sowie Bereiche, in denen Regenwasser künftig wieder im Boden versickern könnte, kommen infrage. Die vorgeschlagenen Flächen können über das Beteiligungsportal der Stadt direkt markiert werden.
Hintergrund ist, dass versiegelte Böden Regenwasser nicht oder nur eingeschränkt aufnehmen können. Bei Starkregen kann dadurch die Kanalisation zusätzlich belastet werden. Gleichzeitig heizen sich Asphalt- und Betonflächen an heißen Sommertagen stark auf.
Hinweise fließen in das Entsiegelungskonzept ein
Durch eine Entsiegelung kann Regenwasser wieder im Boden versickern und dort gespeichert werden. Begrünte Flächen können zudem für Abkühlung sorgen und neuen Lebensraum für Pflanzen und Tiere schaffen.
Bei der Suche nach geeigneten Bereichen wertet die Stadt nicht nur Karten und Luftbilder aus. Auch Erfahrungen und Hinweise aus den einzelnen Wohngebieten sollen berücksichtigt werden. Bürgerinnen und Bürger können deshalb Flächen nennen, die aus ihrer Sicht für eine andere Nutzung geeignet wären.
Die eingereichten Vorschläge werden anschließend geprüft und fließen in die weitere Erarbeitung des Entsiegelungskonzepts ein. Die Beteiligung läuft bis Ende November.
Als Beispiel für eine bereits umgesetzte Entsiegelung nennt die Stadt den neu gestalteten Breiten Weg. Dort wurden frühere Betonflächen in Grünflächen umgewandelt.
Foto: Pressestelle / Sabrina Krug





























