Halberstadt hat am Mittwoch an die Bombardierung der Stadt am 8. April 1945 erinnert. Um 11.25 Uhr läuteten die Glocken der Halberstädter Kirchen. Zahlreiche Einwohner versammelten sich an der Ruine der Franzosenkirche, um der Opfer zu gedenken.
An der Gedenkveranstaltung nahm auch Staatssekretär Klaus Zimmermann aus dem Innenministerium teil. Im Mittelpunkt standen persönliche Erinnerungen an die Ereignisse des Krieges und die Zeit danach. Jean-Louis Bertrand aus der zweiten Gruppe der Überlebenden des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge sprach ebenso wie Hermine Buse und Helena Meling vom Gymnasium Martineum. Ihre Beiträge griffen Erfahrungen aus den Erzählungen des Vaters und der Urgroßmutter auf.
Die Schilderungen des 8. April 1945, des Wiederaufbaus nach dem Krieg und der gewachsenen Freundschaft zwischen Nationen und Generationen bewegten die Teilnehmer der Veranstaltung.
Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart
Oberbürgermeister Daniel Szarata erinnerte in seiner Ansprache auch an den kürzlich verstorbenen Ehrenbürger Alexander Kluge, der das Kriegsende in Halberstadt selbst erlebt hatte. Szarata betonte, dass mit dem Tod von Zeitzeugen die Verantwortung wachse, die Erinnerung lebendig zu halten und den Opfern gerecht zu werden.
Er verband das Gedenken mit einem Appell zur Verteidigung von Demokratie und Frieden. Die Erinnerung an die Zerstörung der Stadt dürfe nicht zu neuem Hass führen. Stattdessen müsse sie Anstoß sein, kommenden Generationen die Bedeutung von Frieden, Zusammenhalt und demokratischen Werten zu vermitteln.
Kranzniederlegung zum Abschluss
Die Veranstaltung endete mit einer Kranzniederlegung. Musikalisch begleitet wurde das Gedenken vom Posaunenchor.
Foto: Holger Wegener






























