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Grü­ne in Gos­lar leh­nen neue Tal­sper­ren im Harz ab

Der Kreis­ver­band Gos­lar von Bünd­nis 90/Die Grü­nen spricht sich ent­schie­den gegen den Bau neu­er Tal­sper­ren und die Erhö­hung bestehen­der Stau­mau­ern im Harz aus. Ange­sichts sin­ken­der Grund­was­ser­stän­de, zuneh­men­der Nitrat­be­las­tung und der Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­kri­se for­dern die Grü­nen eine nach­hal­ti­ge Was­ser­po­li­tik mit Fokus auf den Schutz des Grund­was­sers.

Was­ser­po­li­tik braucht neue Ansät­ze

Mathi­as Schla­witz, Vor­stands­spre­cher der Grü­nen, kri­ti­siert die aktu­el­len Pla­nun­gen als nicht zukunfts­fä­hig: Neue Tal­sper­ren sei­en kein ver­läss­li­ches Mit­tel gegen Was­ser­knapp­heit. Sie grif­fen mas­siv in emp­find­li­che Öko­sys­te­me ein, zer­stör­ten Land­schaf­ten und ver­sprä­chen eine Sicher­heit, die unter den Bedin­gun­gen des Kli­ma­wan­dels nicht mehr gege­ben sei.

Beson­ders kri­tisch sehen die Grü­nen Plä­ne für Neu­bau­ten im Innerst­e­tal sowie die mög­li­che Erhö­hung der Gra­ne­tal­sper­re. Die­se wür­den nicht nur Natur- und Erho­lungs­räu­me beein­träch­ti­gen, son­dern auch Nut­zungs­kon­flik­te ver­schär­fen – etwa mit der Stadt­ent­wick­lung in Claus­thal-Zel­ler­feld und bestehen­den Indus­trie­ge­bie­ten.

Grund­was­ser im Fokus

Die Grü­nen ver­wei­sen auf loka­le Mess­stel­len, die bereits sin­ken­de Grund­was­ser­stän­de und zuneh­men­de Belas­tun­gen durch Nitrat nach­wei­sen. Ursa­chen sei­en eine zu hohe Ent­nah­me sowie Ein­trä­ge aus inten­si­ver Land­wirt­schaft. Vor­stands­spre­che­rin Marei­ke Nie­buhr for­dert des­halb, Schutz und Qua­li­tät des Grund­was­sers stär­ker in den Mit­tel­punkt zu stel­len: „Wir kön­nen nicht immer neue Was­ser­quel­len erschlie­ßen, wäh­rend wir die bestehen­den über­nut­zen und ver­schmut­zen.“

For­de­rungs­ka­ta­log für nach­hal­ti­ge Was­ser­po­li­tik

Der Kreis­ver­band for­dert:

  • Ver­zicht auf neue Tal­sper­ren und Stau­mau­er­erhö­hun­gen,

  • kon­se­quen­ten Grund­was­ser­schutz und nach­hal­ti­ge Bewirt­schaf­tung,

  • Reduk­ti­on des Was­ser­ver­brauchs in allen Berei­chen,

  • wirk­sa­me Maß­nah­men gegen Nitrat­ein­trä­ge,

  • Vor­rang für dezen­tra­le, natur­ver­träg­li­che Was­ser­kon­zep­te.

„Was­ser­po­li­tik muss an den Ursa­chen anset­zen, nicht an Sym­pto­men“, betont Nie­buhr. Nur so las­se sich die Harz­land­schaft lang­fris­tig bewah­ren und eine siche­re Ver­sor­gung für kom­men­de Gene­ra­tio­nen gewähr­leis­ten.

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