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Gos­lar betei­ligt sich am Akti­ons­tag Kom­mu­nen am Limit

Gos­lar betei­ligt sich am bun­des­wei­ten Akti­ons­tag Kom­mu­nen am Limit. Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den wol­len damit auf die ange­spann­te Finanz­la­ge der Kom­mu­nen auf­merk­sam machen und for­dern Bund und Län­der zu wirk­sa­men Gegen­maß­nah­men auf.

Zu dem Akti­ons­tag haben der Deut­sche Städ­te­tag, der Deut­sche Land­kreis­tag sowie der Deut­sche Städ­te- und Gemein­de­bund gemein­sam auf­ge­ru­fen. In Gos­lar machen Ober­bür­ger­meis­te­rin Urte Schwerdt­ner, Ers­ter Stadt­rat Dirk Becker und Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter des Rates der Stadt mit einem gemein­sa­men Foto vor dem his­to­ri­schen Rat­haus auf die Lage auf­merk­sam.

Die kom­mu­na­le Finanz­si­tua­ti­on gilt als ange­spannt. Das Defi­zit der Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den lag 2025 bun­des­weit bei rund 30 Mil­li­ar­den Euro und erreich­te damit einen his­to­ri­schen Höchst­stand. Als eine Haupt­ur­sa­che nen­nen die Kom­mu­nen stei­gen­de Sozi­al­aus­ga­ben, die auf bun­des­ge­setz­li­chen Vor­ga­ben beru­hen und deren Umfang sowie Stan­dards in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aus­ge­wei­tet wur­den.

Aus­wir­kun­gen auf Ange­bo­te vor Ort

Die Finanz­kri­se betrifft nach Anga­ben der Stadt vie­le kom­mu­na­le Auf­ga­ben. Dazu gehö­ren die Instand­hal­tung von Schu­len, Biblio­the­ken und Schwimm­bä­dern, Kul­tur- und Sport­an­ge­bo­te, der öffent­li­che Nah­ver­kehr, die Kran­ken­haus­ver­sor­gung, Wirt­schafts­för­de­rung sowie sozia­le Ange­bo­te.

Ober­bür­ger­meis­te­rin Urte Schwerdt­ner macht deut­lich, dass die Kri­se längst vor Ort spür­bar sei. Wenn Inves­ti­tio­nen in Schu­len, Stra­ßen, Kul­tur- und Sport­ein­rich­tun­gen oder sozia­le Ange­bo­te ver­scho­ben wer­den müss­ten, tref­fe das die Men­schen in den Städ­ten und Gemein­den unmit­tel­bar. Zugleich wür­den Kom­mu­nen immer wie­der mit neu­en Auf­ga­ben belas­tet, ohne dass Bund und Län­der aus­rei­chend Geld dafür bereit­stell­ten.

Kom­mu­nen for­dern ver­läss­li­che Finan­zie­rung

Die Kom­mu­nen und ihre Spit­zen­ver­bän­de ver­lan­gen, das kom­mu­na­le Finan­zie­rungs­de­fi­zit voll­stän­dig zu besei­ti­gen. Mög­lich sei dies etwa durch jähr­li­che Sofort­hil­fen, einen höhe­ren kom­mu­na­len Anteil an den Gemein­schafts­steu­ern und Refor­men in den sozia­len Siche­rungs­sys­te­men.

Außer­dem for­dern sie, den Grund­satz Wer bestellt, bezahlt auch kon­se­quent anzu­wen­den. Auf­ga­ben, die Bund und Län­der an Kom­mu­nen über­tra­gen oder aus­wei­ten, sol­len voll­stän­dig und dau­er­haft finan­zi­ell aus­ge­gli­chen wer­den. Nur so könn­ten Städ­te und Gemein­den hand­lungs­fä­hig blei­ben und die Lebens­qua­li­tät vor Ort sichern.

Foto: © Stadt Gos­lar

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