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Gips­ab­bau bei Brei­tun­gen vor­erst abge­wen­det

Die für den Gips­ab­bau vor­ge­se­he­ne Flä­che bei Brei­tun­gen bleibt im Lan­des­ent­wick­lungs­plan ein Vor­rang­ge­biet für Natur­schutz. Die Bür­ger­initia­ti­ve Pro Süd­harz – Gegen Gips­ab­bau – Für Natur­schutz reagier­te erfreut auf die Nach­richt, die ihre Mit­glie­der am 14. Mai aus den Medi­en erfuh­ren.

Noch am sel­ben Tag fei­er­te die Initia­ti­ve den Erfolg. Sie dank­te allen Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zern, die sie in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren mit Erfah­rung, Infor­ma­tio­nen, Publi­ka­tio­nen, Spen­den sowie juris­ti­scher Hil­fe beglei­tet haben.

Initia­ti­ve sieht wei­ter gro­ße Risi­ken

Trotz der Ent­schei­dung spricht die Bür­ger­initia­ti­ve von einem Kom­pro­miss mit hohem Preis. Sie befürch­tet, dass die Gips­in­dus­trie den Abbau an ande­ren Orten aus­wei­ten oder wie­der auf­neh­men wird. Auch in Nie­der­sach­sen bestehe die Gefahr, dass der soge­nann­te Gips­frie­den auf­ge­kün­digt wer­de. Dort sei­en eben­so Schutz­ge­bie­te betrof­fen wie in Thü­rin­gen.

Nach Anga­ben der Initia­ti­ve wur­den für die Rück­ga­be der geplan­ten Flä­che bei Brei­tun­gen an den Natur­schutz ande­re Gebie­te auf­ge­ge­ben, die ursprüng­lich aus land­wirt­schaft­li­cher Nut­zung in den Natur­schutz über­führt wer­den soll­ten. Das Gebiet bei Brei­tun­gen sei damit im über­tra­ge­nen Sinn ein Bau­ern­op­fer gewe­sen.

Enga­ge­ment soll fort­ge­setzt wer­den

Die Bür­ger­initia­ti­ve kün­dig­te an, ihre Arbeit fort­zu­set­zen. Sie ver­weist unter ande­rem auf die UPM-Bio­raf­fi­ne­rie in Leu­na, die nach ihrer Ein­schät­zung Inter­es­se an natur­na­hen Buchen­wäl­dern in der Regi­on habe. Die­se Wäl­der sei­en für Mit­tel­deutsch­land im Kli­ma­wan­del auch wegen ihrer küh­len­den Wir­kung wich­tig.

Die Initia­ti­ve betont, die mehr­fach geschütz­te Natur dür­fe nicht als Roh­stoff­la­ger betrach­tet wer­den. Sie will sich wei­ter­hin für spar­sa­men Roh­stoff- und Natur­ver­brauch, Recy­cling, Kreis­lauf­wirt­schaft, die Nut­zung schnell nach­wach­sen­der Roh­stof­fe, natur­na­hen Tou­ris­mus und nach­hal­ti­ge Wirt­schafts­for­men ein­set­zen.

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