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Gesund­heits­re­form: Harz-Haus­ärz­te weh­ren sich gegen Spar­plä­ne der Bun­des­re­gie­rung

Auch im Harz machen Hausärzte gegen die Gesundheitsreform mobil
Auch im Harz machen Hausärzte gegen die Gesundheitsreform mobil

Die geplan­te Gesund­heits­re­form der Bun­des­re­gie­rung sorgt bun­des­weit für Kri­tik – auch bei Haus­ärz­tin­nen und Haus­ärz­ten im Harz. Ärz­te­ver­bän­de war­nen vor den Fol­gen der vor­ge­se­he­nen Spar­maß­nah­men und sehen die wohn­ort­na­he medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung gefähr­det.

Mit Pro­test­ak­tio­nen und einer bun­des­wei­ten Kam­pa­gne machen die Medi­zi­ner nun mobil gegen die Reform­plä­ne.

Haus­ärz­te sehen Ver­sor­gung in Gefahr

Aus­lö­ser des Wider­stands ist das geplan­te Spar­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung, das die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen ab 2027 um rund 16 Mil­li­ar­den Euro ent­las­ten soll. Vor­ge­se­hen sind unter ande­rem Aus­ga­ben­brem­sen im ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Bereich sowie Ände­run­gen bei Ver­gü­tungs­re­ge­lun­gen für Arzt­pra­xen.

Der Haus­ärz­tin­nen- und Haus­ärz­te­ver­band kri­ti­siert ins­be­son­de­re Kür­zun­gen bei der haus­arzt­zen­trier­ten Ver­sor­gung (HZV). Nach den aktu­el­len Plä­nen könn­ten Pra­xen finan­zi­el­le Abschlä­ge erhal­ten, wenn sie zusätz­li­che Pati­en­ten in spe­zi­el­le Ver­sor­gungs­pro­gram­me auf­neh­men. Aus Sicht der Ärz­te wer­de damit genau jene koor­di­nier­te Pati­en­ten­ver­sor­gung bestraft, die poli­tisch eigent­lich gestärkt wer­den soll.

Pra­xen unter Belas­tung: Pro­test auch im Harz erwar­tet

Wäh­rend in meh­re­ren Bun­des­län­dern bereits Pro­test­wo­chen lau­fen, rech­nen Beob­ach­ter damit, dass sich auch zahl­rei­che Haus­arzt­pra­xen im Harz an den Aktio­nen betei­li­gen. Bun­des­weit sol­len Pati­en­ten über Pla­ka­te und Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en auf die geplan­ten Ände­run­gen auf­merk­sam gemacht wer­den. Zudem ist eine Kam­pa­gne vor­ge­se­hen, bei der Bür­ger ihre Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten direkt kon­tak­tie­ren kön­nen.

Der Ver­band warnt, dass die wirt­schaft­li­che Belas­tung vie­ler Pra­xen bereits heu­te hoch sei. Stei­gen­de Personal‑, Miet- und Ener­gie­kos­ten hät­ten die finan­zi­el­le Situa­ti­on vie­ler Haus­ärz­te ver­schärft. Wei­te­re Ein­schnit­te könn­ten nach Ansicht der Ärz­te zu län­ge­ren War­te­zei­ten, ein­ge­schränk­ten Sprech­stun­den­an­ge­bo­ten und im schlimms­ten Fall zu Pra­xis­schlie­ßun­gen füh­ren.

Ärz­te üben Kri­tik an Wider­spruch der Reform

Beson­ders scharf kri­ti­sie­ren die Ärz­te einen aus ihrer Sicht grund­le­gen­den Wider­spruch der Gesund­heits­re­form. Einer­seits pla­ne die Bun­des­re­gie­rung ein Pri­mär­ver­sor­gungs­sys­tem, bei dem Haus­ärz­te künf­tig stär­ker als ers­te Anlauf­stel­le für Pati­en­ten fun­gie­ren sol­len.

Ande­rer­seits wür­den genau die­se Pra­xen durch die Spar­maß­nah­men finan­zi­ell geschwächt. Ver­tre­ter des Haus­ärz­te­ver­ban­des spre­chen des­halb von einer Gefähr­dung der Reform­zie­le.

Pati­en­ten könn­ten Fol­gen direkt spü­ren

Die Dis­kus­si­on um die Gesund­heits­re­form betrifft nicht nur Ärz­te, son­dern auch Mil­lio­nen gesetz­lich Ver­si­cher­te. Nach Ein­schät­zung des Haus­ärz­te­ver­ban­des könn­ten Ein­spa­run­gen lang­fris­tig die Erreich­bar­keit medi­zi­ni­scher Leis­tun­gen ver­schlech­tern.

Vor allem in länd­li­chen Regio­nen wie dem Harz, wo Haus­arzt­pra­xen eine zen­tra­le Rol­le in der Gesund­heits­ver­sor­gung spie­len, könn­ten sich die Aus­wir­kun­gen beson­ders deut­lich bemerk­bar machen.

Der Wider­stand gegen die Spar­plä­ne der Bun­des­re­gie­rung wächst. Haus­ärz­te im Harz und bun­des­weit for­dern Nach­bes­se­run­gen an der Gesund­heits­re­form, um eine Ver­schlech­te­rung der ambu­lan­ten Ver­sor­gung zu ver­hin­dern. Ob die Bun­des­re­gie­rung auf die Kri­tik reagiert, dürf­te sich in den kom­men­den Bera­tun­gen des Bun­des­ta­ges und Bun­des­ra­tes zei­gen.

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