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Geo­cacher sam­meln zu Wal­pur­gis Müll im Natio­nal­park Harz

Rund 60 Geo­cache­rin­nen und Geo­cacher aus ganz Deutsch­land kom­men am Wal­pur­gi­s­tag, 30. April, in den Natio­nal­park Harz. Bei ihrer tra­di­tio­nel­len Tour ver­bin­den sie das GPS-gestütz­te Such­spiel mit einer Müll­sam­mel­ak­ti­on im Schutz­ge­biet.

Start ist um 11 Uhr am alten Forst­haus auf Torf­haus. Von dort geht es spie­le­risch hin­auf zum Bro­cken. Nach der Sam­mel­ak­ti­on endet das Tref­fen um 18 Uhr mit einem gemein­sa­men Essen in der Bava­ria Alm. Wie in den Vor­jah­ren gibt es für die Akti­on einen Son­der­stem­pel der Har­zer Wan­der­na­del.

Beim Geo­caching wer­den klei­ne was­ser­dich­te Behäl­ter mit Log­buch und teils klei­nen Tausch­ge­gen­stän­den mit­hil­fe von GPS-Koor­di­na­ten ent­lang der Wege gesucht. Da dabei immer wie­der Abfäl­le ent­deckt wer­den, sam­meln die Teil­neh­men­den den Müll unter­wegs ein. Im ver­gan­ge­nen Jahr kamen so 260 Kilo­gramm Müll zusam­men, vor allem Plas­tik.

20 Jah­re ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment

Das Tref­fen wur­de 2006 von Mar­kus Grün­del aus Alten­au ins Leben geru­fen. Der Geo­caching-Exper­te und Autor deutsch­spra­chi­ger Fach­bü­cher woll­te zunächst her­aus­fin­den, wie vie­le Geo­cache­rin­nen und Geo­cacher zum Tanz in den Mai auf den Bro­cken kom­men wür­den. Trotz eines hal­ben Meters Schnee war die Reso­nanz groß. Die Idee, dabei auch Müll zu sam­meln, kam wenig spä­ter hin­zu.

Bis heu­te gehö­ren ein Shut­tle-Ser­vice der Ran­ger und die Stern­wan­de­rung zurück nach Torf­haus zum Kon­zept. Die Natio­nal­park­ver­wal­tung wür­digt das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment der Com­mu­ni­ty aus­drück­lich.

Geo­caching mit Rück­sicht auf die Natur

In einem sen­si­blen Schutz­ge­biet wie dem Natio­nal­park Harz spielt natur­ver­träg­li­ches Geo­caching eine zen­tra­le Rol­le. Des­halb arbei­ten Geo­caching-Akteu­re und Natio­nal­park seit vie­len Jah­ren zusam­men. In Natio­nal­par­ken und Natur­schutz­ge­bie­ten dür­fen Caches nur unmit­tel­bar an Wegen ver­steckt wer­den. Specht­höh­len, Horst­plät­ze sel­te­ner Brut­vö­gel und Moo­re sind tabu.

Mar­kus Grün­del betont, dass es dar­um gehe, Vor­ur­tei­le abzu­bau­en und der Natur, die Grund­la­ge des Geo­cachings sei, etwas zurück­zu­ge­ben. Auch Ran­ger Bernd Boy, der das Tref­fen für die Natio­nal­park­ver­wal­tung betreut, lobt die Bereit­schaft der Geo­caching-Com­mu­ni­ty, im Schutz­ge­biet auf­zu­räu­men.

Ein wach­sen­des Pro­blem sei­en laut Boy zurück­ge­las­se­ne Hun­de­kot­beu­tel. Im Natio­nal­park kön­ne Hun­de­kot etwas abseits des Weges unver­packt lie­gen­blei­ben. Ver­pack­te Beu­tel hin­ge­gen wür­den häu­fig als Müll in der Natur zurück­ge­las­sen.

Für Rück­fra­gen steht Mar­kus Grün­del unter Tel. 01577/4729432 sowie per E‑Mail an markus@der-gruendel.de zur Ver­fü­gung.

Foto: Mar­tin Baum­gart­ner
Foto: Tho­mas Beck

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