Geheim­nis­vol­le Jäger der Nacht: Fle­der­maus-Exper­te spricht in Herz­berg

Die fas­zi­nie­ren­de Welt der Fle­der­mäu­se steht am Don­ners­tag, 22. Okto­ber 2026, im Mit­tel­punkt eines Vor­trags im Muse­um Schloss Herz­berg. Unter dem Titel „Fle­der­mäu­se – Geis­ter der Nacht“ berich­tet Fle­der­maus­exper­te Wolf­gang Rac­kow über die Lebens­wei­se ver­schie­de­ner Fle­der­maus­ar­ten im Süd­har­zer Gips­karst. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 18.30 Uhr im Rit­ter­saal des Schlos­ses. Der Ein­tritt ist frei.

Fle­der­mäu­se sind über­wie­gend nachts aktiv, ori­en­tie­ren sich mit­hil­fe von Ultra­schall und ver­brin­gen den Tag häu­fig ver­steckt in Höh­len, Fels­spal­ten oder alten Gebäu­den. Die Süd­har­zer Gips­karst­land­schaft bie­tet zahl­rei­chen Arten wich­ti­ge Lebens­räu­me. Wel­che Beson­der­hei­ten die­se Tie­re aus­zeich­nen und wie sie erforscht wer­den, erläu­tert Rac­kow anhand ver­schie­de­ner Bei­spie­le.

Gro­ßes Maus­ohr im Mit­tel­punkt des Vor­trags

Ein Schwer­punkt liegt auf dem Gro­ßen Maus­ohr, der größ­ten euro­päi­schen Fle­der­maus­art. Anhand sei­nes bio­lo­gi­schen Jah­res­laufs erklärt der Exper­te, wie sich die Tie­re ernäh­ren, fort­pflan­zen und an die unter­schied­li­chen Jah­res­zei­ten anpas­sen.

Dar­über hin­aus gibt Rac­kow Ein­bli­cke in die wis­sen­schaft­li­che Arbeit mit Fle­der­mäu­sen. Dazu gehö­ren die Erfas­sung, Unter­su­chung und Bestim­mung der ver­schie­de­nen Arten. Der Vor­trag ver­bin­det bio­lo­gi­sche Grund­la­gen mit prak­ti­schen Erfah­run­gen aus der hei­mi­schen Natur.

Schutz bedroh­ter Fle­der­maus­ar­ten im Süd­harz

Ver­an­stal­ter ist das Hot­spot-Pro­jekt „Natur­schatz Gips­karst“ des Land­schafts­pfle­ge­ver­ban­des Land­kreis Göt­tin­gen. Gemein­sam mit regio­na­len Part­nern setzt sich das Pro­jekt dafür ein, Lebens­räu­me für Fle­der­mäu­se zu erhal­ten und auf­zu­wer­ten.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit gilt der Mops­fle­der­maus. Sie wird auf der Roten Lis­te Deutsch­lands als stark gefähr­det ein­ge­stuft. Durch geziel­te Maß­nah­men sol­len geeig­ne­te Lebens­raum­struk­tu­ren gesi­chert und ver­bes­sert wer­den.

Das Pro­jekt wird im Bun­des­pro­gramm Bio­lo­gi­sche Viel­falt durch das Bun­des­amt für Natur­schutz mit Mit­teln des Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­ums geför­dert. Wei­te­re Unter­stüt­zung kommt vom Nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um, dem NLW­KN, dem Land­kreis Göt­tin­gen und der Nie­der­säch­si­schen Bin­go-Umwelt­stif­tung.

Ein­tritt frei und kei­ne Anmel­dung erfor­der­lich

Der Vor­trag fin­det am Don­ners­tag, 22. Okto­ber 2026, von 18.30 Uhr bis etwa 20 Uhr im Rit­ter­saal des Muse­ums Schloss Herz­berg, Schloss 2 in Herz­berg am Harz, statt.

Die Teil­nah­me ist kos­ten­los. Eine vor­he­ri­ge Anmel­dung ist nicht erfor­der­lich.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es tele­fo­nisch unter 05521 8719914, per E‑Mail an silke.staubitz@lpv-goettingen.de oder unter www.naturschatz-gipskarst.de/veranstaltungen/.

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