Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Thie in Blankenburg haben auf dem Geologischen Wanderweg rund um das Kloster Michaelstein die Erdgeschichte der Region erkundet. Begleitet wurde die Exkursion vom Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen und dem Naturpark Harz.
Christian Resow, Fachbereichsleiter des Naturparks Harz, begrüßte die fünfte Klasse am Kloster Michaelstein. Von dort führte der Weg zunächst zum Teufelsbad. An einem Gipsfelsen suchten die Kinder mit Lupen nach Spuren von Marienglas.
Fossilien im ehemaligen Steinbruch
In einem früheren Kalksteinbruch machten sich die Schülerinnen und Schüler anschließend auf die Suche nach Fossilien. Dabei entdeckten sie unter anderem Überreste von Armfüßern und Kopffüßern.
Am Mönchemühlenteich erfuhren sie, dass die Region einst von Dinosauriern bewohnt war. Ein Hanganschnitt zeigt dort Spuren einer Landschaft aus der Keuperzeit. Dieser Abschnitt der Germanischen Trias wird auf einen Zeitraum von etwa 235 bis 199,6 Millionen Jahren vor heute datiert.
Damals prägten Sumpflandschaften, flache Süßwasserseen und Küstenlagunen das Gebiet. Nach einer Pause an der ehemaligen Wassermühle führte die Wanderung weiter zur Sandsteinklippe Hans Mönch. Dort lernten die Kinder die Sage von den Mönchen Hans und Hennig kennen, die der Überlieferung zufolge in zwei Felsen verwandelt wurden.
Eigene Wasserfilter gebaut
Im Teufelsbachtal erwartete Christel Zander vom Geopark die Klasse mit einer Mitmach-Station. In kleinen Gruppen bauten die Kinder aus natürlichen Materialien eigene Wasserfilter. Dabei erfuhren sie, welche Bedeutung sauberes Wasser für Tiere, Pflanzen und den Naturhaushalt hat.
Am ehemaligen Heilschlammbergwerk erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die frühere Gewinnung und therapeutische Nutzung von Grünsand. Der Abbau war gefährlich, weil die Stollen immer wieder einstürzten. Vermutlich nutzten bereits Mönche des nahe gelegenen Klosters Michaelstein den Grünsand.
Zum Abschluss besuchte die Klasse das Erdfallgebiet am Pabstberg. Dort wurde deutlich, welche Gefahren von wasserlöslichen Gesteinen ausgehen können. Die Exkursion vermittelte den Kindern auf anschauliche Weise geologische Zusammenhänge und die Entwicklung der Landschaft rund um Blankenburg.































