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For­schung zu Vogel­fe­dern im Fokus eines Vor­trags im Rat­haus Hal­ber­stadt

Das Muse­um für Vogel­kun­de Hei­ne­a­num lädt am 21. April zu einem Abend­vor­trag in das Rat­haus Hal­ber­stadt ein. Im Mit­tel­punkt steht die Erfor­schung des soge­nann­ten Feder­zim­mers auf Schloss Moritz­burg bei Dres­den – ein kunst­hand­werk­lich ein­zig­ar­ti­ges Ensem­ble aus dem frü­hen 18. Jahr­hun­dert.

Refe­rent ist der Orni­tho­lo­ge Dr. Mar­tin Päck­ert, der Ein­bli­cke in aktu­el­le wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chun­gen zur Her­kunft der ver­wen­de­ten Vogel­fe­dern gibt. Das Feder­zim­mer beein­druckt durch auf­wen­dig gestal­te­te Wand­be­hän­ge und ein Prunk­bett, deren Ver­zie­run­gen aus Mil­lio­nen von Federn bestehen.

Mythen und For­schung im Fokus

Lan­ge hielt sich die Annah­me, dass für die kunst­vol­len Arbei­ten über­wie­gend Federn tro­pi­scher Vogel­ar­ten ver­wen­det wur­den. Neue­re Unter­su­chun­gen stel­len die­se The­se jedoch infra­ge. So deu­ten Ana­ly­sen dar­auf hin, dass vie­le Federn ursprüng­lich weiß waren und erst nach­träg­lich mit Natur­farb­stof­fen ein­ge­färbt wur­den.

Mit­hil­fe moder­ner Metho­den las­sen sich den­noch Rück­schlüs­se auf die Her­kunft der Federn zie­hen. Unter dem Mikro­skop zei­gen sich art­spe­zi­fi­sche Struk­tu­ren, die eine Zuord­nung zu bestimm­ten Vogel­fa­mi­li­en ermög­li­chen. Ergän­zend wer­den digi­ta­le Mess­ver­fah­ren sowie che­mi­sche Ana­ly­sen ein­ge­setzt, um Farb­stof­fe wie Kar­min oder Indi­go nach­zu­wei­sen.

Ein­blick in lau­fen­des For­schungs­pro­jekt

Die Unter­su­chun­gen sind Teil eines Pro­jekts der Sen­cken­berg Natur­his­to­ri­schen Samm­lun­gen in Zusam­men­ar­beit mit Schloss Moritz­burg. Ziel ist es, die tat­säch­li­che Zusam­men­set­zung der Federn zu klä­ren und damit auch his­to­ri­sche Legen­den wis­sen­schaft­lich zu über­prü­fen.

Der Vor­trag beginnt am Diens­tag, 21. April 2026, um 19 Uhr im Rats­saal des Rat­hau­ses Hal­ber­stadt. Der Ein­tritt kos­tet drei Euro, Mit­glie­der des För­der­krei­ses haben frei­en Zugang.

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