Die Sonderausstellung „Stein(chen) um Stein(chen) – Kunst am Bau aus Halberstadt von Walter und Pia Ebeling“ endet am Sonntag, 16. August, im Schraube-Museum. Von 11 bis 16 Uhr sind die Arbeiten des Künstlerpaares letztmalig in der Ausstellungsscheune in der Voigtei 48 zu sehen.
Gezeigt wird erstmals öffentlich eine Auswahl von Originalentwürfen Walter und Pia Ebelings. Dazu gehören auch zwei großformatige Entwürfe für das Mosaik des ehemaligen Halberstädter Stadtcafés.
Künstlerischer Neubeginn in Halberstadt
Walter Ebeling wurde 1908 in Magdeburg geboren, Pia Janotta 1909 in Kattowitz. Beide lernten sich während ihres Studiums an der Kunstakademie Breslau kennen, legten dort ihr Kunstlehrerexamen ab und heirateten 1934. Nach der Flucht aus Schlesien gelangte die Familie Anfang 1945 nach Halberstadt. Nach Kriegsende ließen sich Walter und Pia Ebeling dauerhaft in der Stadt nieder und beteiligten sich als Lehrende und Künstler am Wiederaufbau.
Ende der 1940er-Jahre entwickelten sie das keramische Mosaikwandbild weiter und verfeinerten diese Technik ab 1952. Ihre Arbeiten verbanden klare Formen mit naturbezogenen Bildwirkungen und wurden in Halberstadt, im Harz und darüber hinaus umgesetzt.
Erinnerungen an das Stadtcafé
Zur Finissage lädt das Museumsteam um 14 Uhr zu Kaffee und Gebäck ein. Im Mittelpunkt stehen Gespräche über die Kunstwerke der Ebelings sowie Erinnerungen an das frühere Stadtcafé am Breiten Weg, das 1963 eröffnet wurde.
Zeitzeugen können dabei persönliche Erinnerungen und Geschichten über die Künstler, ihre Werke sowie das Leben rund um das Stadtcafé und den Breiten Weg teilen.
Letztmalig ist außerdem eine Biberpost-Briefmarke mit dem Ebeling-Mosaik aus der Stadtapotheke samt Sonderumschlag gegen eine Spende erhältlich. Initiiert und finanziert wurde sie vom Geschichtsverein für Halberstadt und das nördliche Harzvorland.
Der Eintritt in das Schraube-Museum ist am Tag der Finissage frei. Um Anmeldung unter 03941 551474 oder per E‑Mail an aufsicht@halberstadt.de wird gebeten. Für Speisen und Getränke bittet das Museum um eine Spende.
Foto: Holger Wegener / Pressestelle Stadt Halberstadt; Photo-Studio Mahlke / Städtisches Museum Halberstadt; Heinz Ebert / Städtisches Museum Halberstadt





























