Das Museum Lyonel Feininger in Quedlinburg zeigt anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März den Spielfilm Die Fotografin. Der Film erzählt die wahre Geschichte der Kriegsfotografin Lee Miller, die während des Zweiten Weltkriegs als Fotoreporterin arbeitete, das Grauen der Konzentrationslager dokumentierte und mit den psychischen Folgen des Krieges rang. Mit ihrem künstlerischen Blick und ihrer kompromisslosen Haltung zählt sie zu den bedeutenden Fotografinnen des 20. Jahrhunderts.
Kunst als Zeugnis ihrer Zeit
Der Film zeichnet Miller als entschlossene Persönlichkeit nach. Das einstige Fotomodell wollte nicht länger nur Motiv und Inspirationsquelle für surrealistische und expressionistische Künstler sein, sondern selbst hinter der Kamera arbeiten. Sie entwickelte eine eigene Bildsprache und behauptete sich in einer von Männern dominierten Branche.
Thematisiert werden zudem die Rolle der Kunst als historisches Zeugnis, die Verantwortung von Bildschaffenden und weibliche Selbstbehauptung. Damit fügt sich die Produktion in die Programmschiene FILM | KUNST – KUNST | FILM des Museums ein, die filmische Werke mit engem Bezug zur bildenden Kunst präsentiert.
Hochkarätige Besetzung
In der Hauptrolle ist Kate Winslet zu sehen, die Lee Miller mit Intensität und Sensibilität verkörpert. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin verleiht der Figur eine eindringliche Präsenz zwischen künstlerischem Anspruch, persönlicher Verletzlichkeit und moralischer Konsequenz.
Regie führte Ellen Kuras, die mit dem Film ihr Regiedebüt vorlegt. Als renommierte Kamerafrau verbindet sie ihre visuelle Handschrift mit einem präzisen Blick auf die Entstehung und Wirkung von Bildern.
Der Film dauert 1 Stunde und 57 Minuten. Die Vorstellung beginnt am Sonntag, 8. März 2026, um 17 Uhr im Museum Lyonel Feininger in Quedlinburg. Tickets zum Preis von sechs Euro sind im Onlineshop des Museums sowie an der Museumskasse erhältlich. Kooperationspartner sind DV Reichenstraße e.V. und das Studiokino Eisenstein.




























