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Fach­tag zur Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt an Kin­dern und Jugend­li­chen: Rund 100 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer netz­wer­ken im Gos­la­rer Kreis­haus

Gos­lar (red). Mit einer Prä­ven­ti­ons­wo­che anläss­lich des Welt­kin­der­ta­ges sen­si­bi­li­siert der Run­de Tisch zur Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt an Kin­dern und Jugend­li­chen aktu­ell mit ver­schie­de­nen Ver­an­stal­tun­gen im Land­kreis Gos­lar für den Schutz der Jüngs­ten der Gesell­schaft.

Viel Zuspruch erhielt das Netz­werk, das sich aus vie­len unter­schied­li­chen Part­nern zusam­men­setzt, für den zwei­ten Fach­tag zur Prä­ven­ti­on sexu­el­ler Gewalt an Kin­dern und Jugend­li­chen: Gut 100 Gäs­te begrüß­ten die Orga­ni­sa­to­rin­nen und Orga­ni­sa­to­ren am Diens­tag im Gos­la­rer Kreis­haus. Als Haupt­mo­de­ra­to­rin­nen führ­ten Kris­ti­ne Ster­zer vom Jugend- und Kin­der­bü­ro der AWO (JuKiB), Lin­da Zepe­zau­er, Kin­der­schutz­fach­kraft des Land­krei­ses Gos­lar, und Erna Lem­ke, Mit­be­grün­de­rin des Ver­eins Wild und Stark, durch die Ver­an­stal­tung.

Die inhalt­li­chen Impul­se des Fach­ta­ges lie­fer­ten zwei Fach­vor­trä­ge im Lau­fe des Nach­mit­ta­ges. Den Anfang mach­te dabei Sexu­al­wis­sen­schaft­le­rin und Sexu­al­päd­ago­gin Peg­gy Bell­mann: Sie erläu­ter­te, wie sexu­el­le Bil­dung als lebens­lan­ger Pro­zess eine wich­ti­ge Kom­po­nen­te für die Prä­ven­ti­on von sexua­li­sier­ter Gewalt dar­stellt. Hier­bei ging sie zudem auf die alters­ge­rech­te Ver­mitt­lung von Wis­sen und die Beglei­tung von Kin­dern und Jugend­li­chen in ver­schie­de­nen Ent­wick­lungs­pha­sen ein, sodass ein Bewusst­sein für über­grif­fi­ges Ver­hal­ten geschaf­fen wird.

Ulri­ke Hen­nies, Diplom-Sozi­al­päd­ago­gin sowie Prä­ven­ti­ons- und Inter­ven­ti­ons­fach­kraft im Kin­der­schutz, wie­der­um wid­me­te sich dem The­ma „Sport – ja sicher!“. Da sexua­li­sier­te Gewalt in allen gesell­schaft­li­chen Berei­chen vor­kom­men kann, bil­de auch der Sport als eine der belieb­tes­ten Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten kei­ne Aus­nah­me, so Hen­nies, und leg­te einen inhalt­li­chen auf die Bewah­rung von Kin­der­rech­ten. In die­sem Zusam­men­hang erklär­te sie ihrem Publi­kum, wo sexu­el­le Grenz­ver­let­zun­gen gera­de auch in grup­pen­dy­na­mi­schen Pro­zes­sen ent­ste­hen kön­nen, wie die­se erkannt und ver­hin­dert wer­den, um so die Rech­te der Kin­der zu wah­ren und sie zu schüt­zen.

Zwi­schen den bei­den Vor­trä­gen hat­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer zudem die Mög­lich­keit, sich an ver­schie­de­nen Stän­den der Netz­werk­part­ner im Foy­er des Kreis­hau­ses zu infor­mie­ren und natür­lich auch, sich unter­ein­an­der zu den The­men des Fach­ta­ges aus­zu­tau­schen.

Für den Run­den Tisch war der zwei­te Fach­tag eine gelun­ge­ne Ver­an­stal­tung, Kin­der­schutz­fach­kraft Lin­da Zepe­zau­er zieht im Namen der Orga­ni­sa­to­rin­nen und Orga­ni­sa­to­ren ein posi­ti­ves Fazit: „Wir haben aus­ge­spro­chen vie­le Anmel­dun­gen für unse­ren Fach­tag erhal­ten, und zwar nicht nur von Fach­per­so­nal. Das unter­streicht natür­lich noch­mal, wie wich­tig die Prä­ven­ti­on sexua­li­sier­ter Gewalt ist und wie stark sich eben­so die Öffent­lich­keit dafür inter­es­siert, auch wenn es ein schwie­ri­ges The­ma ist“, so Zepe­zau­er. Wei­ter­hin führt sie aus: „Posi­tiv waren auch die Rück­mel­dun­gen, die wir von den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern erhal­ten haben. Über das Netz­wer­ken im Foy­er zwi­schen den Vor­trä­gen haben sich zudem vie­le gute und neue Kon­tak­te erge­ben.“

Den Abschluss der Prä­ven­ti­ons­wo­che bil­det das Kin­der­fest auf der Wie­se vor der Kai­ser­pfalz am mor­gi­gen Frei­tag.

Foto: Land­kreis Gos­lar

 

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