Goslar (red). Im Rahmen der fortlaufenden Bemühungen um die nachhaltige Entwicklung der Stadt Goslar lud Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner kürzlich zu einem Fachkolloquium zum Thema „Kommunale Wärmeplanung in der Stadt Goslar“ ein. Die Veranstaltung brachte Entscheidungsträger, Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Vertreter der städtischen Verwaltung zusammen, um den aktuellen Stand der Wärmeplanung zu präsentieren und wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen.
Im Zentrum des Kolloquiums standen der rechtliche Rahmen der Wärmeplanung, wie das Wärmeplanungsgesetz und das Niedersächsische Klimagesetz, sowie konkrete Ansätze zur Nutzung erneuerbarer Energien durch Wärmenetze. Praxisbeispiele zu Geothermie und Biogas wurden von den HarzEnergie, den Stadtwerken Clausthal-Zellerfeld und der Bürgerenergiegenossenschaft Weddingen vorgestellt, die die Chancen und Herausforderungen solcher Technologien sowie ihre aktuellen Projekte erläuterten. Dabei wurde die Bedeutung von Bestands- und Potenzialanalysen hervorgehoben, die als Grundlage für die Erstellung von Ziel- und Maßnahmenkatalogen für die lokale Wärmeplanung dienen.
Das „Institut für nachhaltige Energieversorgung“ GmbH (INEV) aus Rosenheim, das mit der ganzheitlichen Erstellung der kommunalen Wärmeplanung in Goslar beauftragt wurde, übernahm die Moderation der Veranstaltung. Ein wichtiger Aspekt war auch die künftige Einbindung der Bevölkerung. Trotz des Fachformats wurde betont, dass auch die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Planungsprozess integriert werden sollen. Eine Bürgerinformationsveranstaltung im Sommer 2025 soll erste Ergebnisse vorstellen und zur Diskussion stellen.
Abschließend wurde betont, dass die Zusammenarbeit der lokalen Akteure eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung innovativer Lösungen und der erfolgreichen Umsetzung der Wärmeplanung spielt. „Mit dieser Veranstaltung hat Goslar einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität und nachhaltiger Wärmeversorgung gemacht“, bestätigten die Teilnehmer der Veranstaltung. Die Resonanz auf das Kolloquium war durchweg positiv, und es wurde ein Ausblick auf die Fortführung des Dialogs gegeben, wobei auch eine Kommunikationsplattform zur kontinuierlichen Information der Öffentlichkeit angestrebt wird.
Foto: Stadt Goslar