Quedlinburg (red). Nachdem im vergangenen Jahr der 300. Geburtstag von Friedrich Gottlieb Klopstock in Quedlinburg und Halberstadt groß gefeiert wurde, rückt nun eine weitere bedeutende Persönlichkeit in den Fokus: Meta Klopstock, die große Liebe und erste Ehefrau des Dichters. Der Quedlinburger Klopstock e.V. wird künftig nicht nur Klopstocks Geburtstag am 2. Juli würdigen, sondern auch an Metas Geburtstag erinnern.
Am 16. März 2025 jährt sich ihr Geburtstag zum 297. Mal. Aus diesem Anlass findet die erste Gedenkveranstaltung zu ihren Ehren statt – eine Kooperation zwischen dem Klopstock e.V. und dem Gleimhaus. Die Auftaktveranstaltung beginnt am Sonntag, 16. März, um 15:00 Uhr im Gleimhaus mit einem Vortrag von Anja Pönisch über Meta Klopstock.
Meta Klopstock: Mehr als die Ehefrau eines Dichters
Meta Klopstock, geborene Moller, ist in der literaturwissenschaftlichen Forschung als geistvolle Briefpartnerin des „Messias“-Dichters bekannt. Doch in neueren Studien wird zunehmend ihre eigene literarische Leistung gewürdigt. Ein wichtiger Bezugspunkt sind dabei die nach ihrem Tod veröffentlichten „Hinterlassenen Schriften“ (1759).
Der Vortrag wird sich mit ihrer Schriftstellertätigkeit und einem möglichen literarischen „Programm“ beschäftigen. Ziel ist es, das Bild Meta Klopstocks nicht nur auf ihre Beziehung zu Friedrich Gottlieb Klopstock zu reduzieren, sondern ihre eigenständige Bedeutung in der Literaturgeschichte zu beleuchten.
Referentin Anja Pönisch studierte in Halle Kulturen der Aufklärung und beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit Meta Moller-Klopstock. Sie war zudem für das Quedlinburger Klopstockhaus an dem Vermittlungsprogramm „7‑Minüter“ (Klopstock in sieben Minuten) beteiligt.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Foto: Gleimhaus/Bildnis der Margarete Klopstock/Radierung um 1800