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Eltern­abend in Oster­ode rückt Medi­en­prä­ven­ti­on in den Fokus

Der digi­ta­le All­tag von Kin­dern stand im Mit­tel­punkt eines Eltern­abends in der Grund­schu­le Röd­den­berg. Rund 130 Eltern kamen zu der Ver­an­stal­tung Kin­der im Netz, die auf Initia­ti­ve von Eltern orga­ni­siert wor­den war. Meh­re­re Grund­schu­len aus Oster­ode sowie Schu­len der Gemein­de Bad Grund betei­lig­ten sich an dem Abend, um über Medi­en­prä­ven­ti­on und mög­li­che Gefah­ren im Inter­net zu infor­mie­ren.

Zum Auf­takt schil­der­ten Kin­der der Grund­schu­le Las­fel­de ihre Erfah­run­gen mit digi­ta­len Medi­en. Sie berich­te­ten, dass fast alle Kin­der ihrer Schu­le ein Smart­phone oder Tablet besit­zen oder die Gerä­te ihrer Eltern nut­zen. Etwa die Hälf­te habe im Inter­net bereits Angst erlebt, eini­ge hät­ten online Kon­tak­te zu Men­schen, die sie nicht ken­nen. Mit ihrem Appell mach­ten sie deut­lich, wie wich­tig Auf­merk­sam­keit und Beglei­tung durch Erwach­se­ne sind.

Medi­en­nut­zung früh beglei­ten

Lisa Burgardt von der Fach­stel­le für Sucht und Sucht­prä­ven­ti­on des Kir­chen­krei­ses Har­zer Land beton­te in ihrem Vor­trag, dass digi­ta­le Medi­en vie­le Chan­cen zum Ler­nen bie­ten, zugleich aber auch das Risi­ko einer Abhän­gig­keit mit sich brin­gen. Das gel­te für Kin­der und Jugend­li­che eben­so wie für Erwach­se­ne. Eltern hät­ten dabei eine wich­ti­ge Vor­bild­funk­ti­on, weil Kin­der sehr genau wahr­neh­men, wie häu­fig Erwach­se­ne selbst zum Han­dy grei­fen oder Zeit vor Bild­schir­men ver­brin­gen.

Sie emp­fahl, Gerä­te kin­der­si­cher ein­zu­rich­ten und die Nut­zung auf­merk­sam zu beglei­ten. Ent­schei­dend sei, früh zu erken­nen, wann aus Aus­pro­bie­ren und Unter­hal­tung eine pro­ble­ma­ti­sche Gewohn­heit wer­de. Dabei gehe es auch um die Fra­ge, wie Kin­der reagie­ren, wenn Bild­schirm­zei­ten enden, und wel­chen Platz digi­ta­le Medi­en im All­tag im Ver­gleich zu Freun­den, Hob­bys, Fami­li­en­zeit und Akti­vi­tä­ten im Frei­en ein­neh­men.

Poli­zei warnt vor rea­len Fol­gen

Mar­co Wode vom Prä­ven­ti­ons­team der Poli­zei­in­spek­ti­on Göt­tin­gen stell­te die Risi­ken vor, die aus poli­zei­li­cher Sicht mit der digi­ta­len Welt ver­bun­den sind. Smart­phones, sozia­le Netz­wer­ke und Online­spie­le gehör­ten für jun­ge Men­schen selbst­ver­ständ­lich zum All­tag. Zugleich erle­be die Poli­zei immer wie­der, dass aus Vor­gän­gen im digi­ta­len Raum ganz rea­le Gefah­ren ent­ste­hen.

In sei­nem Vor­trag ging es unter ande­rem um den Umgang mit pri­va­ten Daten, das Recht am eige­nen Bild, Kon­tak­te durch Frem­de, Cyber­mob­bing, Fake­pro­fi­le, Cyber­g­roo­ming sowie ver­bo­te­ne Bil­der und Zei­chen. Nach sei­nen Wor­ten sind Ver­trau­en in der Fami­lie, ehr­li­ches Inter­es­se und regel­mä­ßi­ge Gesprä­che ent­schei­dend. Eltern soll­ten wis­sen, auf wel­chen Sei­ten und in wel­chen Spie­len sich ihre Kin­der bewe­gen.

Die Prä­ven­ti­ons­teams unter­stüt­zen nach eige­nen Anga­ben Kin­der, Jugend­li­che und Eltern dabei, digi­ta­le Medi­en sicher und selbst­be­wusst zu nut­zen. Sie sind regel­mä­ßig in Kin­der­gär­ten und Schu­len im Land­kreis unter­wegs und bie­ten Semi­na­re zu digi­ta­len Risi­ken, siche­rem Medi­en­ver­hal­ten und mög­li­chen Fol­gen an. Auch Lehr­kräf­te, Schul­so­zi­al­ar­beit und Prä­ven­ti­ons­teams ste­hen für Gesprä­che zur Ver­fü­gung. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Medi­en­prä­ven­ti­on gibt es unter ande­rem bei klick­safe, dem Spie­le­rat­ge­ber NRW und PEGI.

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