Die Initiative EIN HARZ hat ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Anbindung des Harzes an den bundesweiten Fernverkehr vorgestellt. Ein entsprechendes 10-Punkte-Programm wurde nach Analysen und Gesprächen mit Verantwortlichen erarbeitet und vom Beirat einstimmig unterstützt.
Ziel der Vorschläge ist es, die Erreichbarkeit der Region in den kommenden fünf bis zehn Jahren spürbar zu verbessern. Dabei stehen vor allem bessere Verbindungen zu wichtigen Knotenpunkten wie Göttingen, Hildesheim, Leipzig und Paderborn im Fokus.
Konkrete Verbesserungen im Bahnverkehr
Zu den zentralen Punkten gehört die Einführung durchgehender Zugverbindungen, etwa zwischen Hannover, Goslar und Halle, sowie eine Verdichtung bestehender Linien. Auch bessere Anschlüsse an den Fernverkehr, insbesondere an ICE-Knoten, sollen erreicht werden.
Weitere Vorschläge betreffen die Optimierung bestehender Strecken, beispielsweise zwischen Braunschweig, Seesen und Herzberg, sowie neue Direktverbindungen ohne Umstieg. Ergänzend ist eine bessere Verknüpfung von Zuglinien durch sogenannte Kupplungs- und Flügelkonzepte vorgesehen.
Auch der Busverkehr spielt eine Rolle: Geplant ist unter anderem eine Schnellbuslinie zwischen Goslar, Clausthal-Zellerfeld, Osterode und Northeim sowie ein dichterer Takt zwischen Wernigerode und Braunlage.
Umsetzung ohne große Neubauten
Nach Angaben der Initiative setzen die Vorschläge überwiegend auf die bessere Nutzung bestehender Infrastruktur. Teure Neubauprojekte sollen vermieden werden. Stattdessen sind punktuelle Investitionen, etwa in Bahnhöfen wie Goslar und Herzberg, vorgesehen.
Zudem wird davon ausgegangen, dass der zusätzliche Fahrzeugbedarf begrenzt bleibt, da bestehende Linien teilweise zusammengelegt werden können.
Warnung vor Verschlechterungen
Die Initiative sieht gleichzeitig Risiken für den ländlichen Raum. Geplante Maßnahmen zur Verbesserung der Pünktlichkeit im Bahnnetz könnten dazu führen, dass Verbindungen aus dem Harz gekürzt oder an größeren Knotenpunkten enden.
Auch steigende Trassenpreise infolge einer EU-Gerichtsentscheidung könnten den regionalen Bahnverkehr unter Druck setzen. Ohne Gegenmaßnahmen drohten Einschränkungen insbesondere in ländlichen Regionen.
Die Vorschläge sollen nun mit Ministerien und Aufgabenträgern diskutiert werden. Ziel ist es, die Anbindung des Harzes langfristig zu sichern und auszubauen.




























