Die Welterbestadt Quedlinburg hat den Auftrag für ein Vermittlungskonzept zum Denkmal Brunnen Friedliche Revolution 1989–1990 Deutsche Einheit vergeben. Den Zuschlag erhielt die Zeitreise-Manufaktur von Benjamin Kant aus Magdeburg. Das Konzept soll die Geschichte der Friedlichen Revolution in Quedlinburg sowie die künstlerischen und historischen Hintergründe des Denkmals verständlich vermitteln.
Das Konzept richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen. Geplant sind Angebote für Schulklassen, Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Welterbestadt. Dabei sollen pädagogische und touristische Ansätze verbunden werden. Vorgesehen sind unter anderem interaktive Elemente, digitale Inhalte und thematische Rundgänge, die den Erinnerungsort mit weiteren Schauplätzen der Friedlichen Revolution in Quedlinburg verknüpfen.
Bildungsarbeit für verschiedene Altersgruppen
Die Zeitreise-Manufaktur verfügt nach Angaben der Stadt über Erfahrung in historischer Bildungsarbeit, Ausstellungskonzeption und digitalen Vermittlungsangeboten. Die Jury überzeugte vor allem die Verbindung aus geschichtswissenschaftlicher Kompetenz, pädagogischer Erfahrung und praxisnaher Umsetzung. Besonders Schülerinnen und Schüler sollen aktiv eingebunden werden.
Oberbürgermeister Frank Ruch betonte bei der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung des Projekts für die Erinnerungskultur. Das Denkmal sei nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein Anlass, sich mit Demokratie, Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen.
Spenden für Bürgerprojekt noch bis Ende Juni möglich
Das Denkmal ist zugleich ein Bürgerprojekt, das seit Jahren durch Engagement und Spendenbereitschaft getragen wird. Bislang sind rund 348.000 Euro an Spenden eingegangen. Unterstützungen sind noch bis zum 30. Juni 2026 möglich. Wer mindestens 1.000 Euro spendet, wird auf Edelstahlplatten am Denkmal genannt.
Erste Bausteine des Vermittlungskonzeptes sollen bereits in den kommenden Wochen vorgestellt werden. Ziel ist es, erste Angebote möglichst zeitnah nach der Fertigstellung des Denkmals nutzbar zu machen. Die Einweihung auf dem Carl-Ritter-Platz ist für den 9. Oktober 2026 vorgesehen.
Foto: Welterbestadt Quedlinburg
































