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Demons­tra­ti­on in Wer­ni­ge­ro­de for­dert AfD-Ver­bot

Auf dem Nico­lai­platz in Wer­ni­ge­ro­de haben am Sams­tag zahl­rei­che Men­schen für ein Ver­bot der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land demons­triert. Zu der Akti­on hat­ten loka­le und über­re­gio­na­le Bünd­nis­se sowie zivil­ge­sell­schaft­li­che Initia­ti­ven auf­ge­ru­fen. Ziel war es, ein öffent­li­ches Signal gegen Rechts­extre­mis­mus zu set­zen und die demo­kra­ti­schen Grund­wer­te zu beto­nen.

Fried­li­che Kund­ge­bung mit kla­rer Bot­schaft

Die Ver­samm­lung auf dem Nico­lai­platz stand unter dem Mot­to „Sach­sen-Anhalt für ein AfD-Ver­bot“. Am Vor­mit­tag sam­mel­ten die Teil­neh­men­den Unter­schrif­ten für eine Peti­ti­on, mit der poli­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger auf­ge­for­dert wer­den sol­len, ein Ver­bots­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten. Beglei­tet wur­de die Akti­on von Info­stän­den und Rede­bei­trä­gen zivil­ge­sell­schaft­li­cher Akteu­re, die vor einer Gefähr­dung des gesell­schaft­li­chen Kli­mas durch rechts­extre­me Posi­tio­nen warn­ten.

Die Stim­mung wur­de von Betei­lig­ten als ent­schlos­sen und zugleich ruhig beschrie­ben. Trans­pa­ren­te mit Auf­schrif­ten wie „Demo­kra­tie ver­tei­di­gen“ und „Nie wie­der Rechts“ präg­ten das Bild der Kund­ge­bung. In per­sön­li­chen Wort­mel­dun­gen äußer­ten Demons­trie­ren­de ihre Sor­ge um den sozia­len Zusam­men­halt und die zuneh­men­de Prä­senz rechts­po­pu­lis­ti­scher Posi­tio­nen im öffent­li­chen Dis­kurs.

Poli­ti­scher Hin­ter­grund vor Ort

Die Pro­test­ak­ti­on erhielt zusätz­li­che Auf­merk­sam­keit durch die loka­le poli­ti­sche Lage. Bei der Stadt­rats­wahl 2024 erziel­te die AfD in Wer­ni­ge­ro­de rund 18 Pro­zent der Stim­men und ist damit im Stadt­par­la­ment ver­tre­ten. Die­se Ent­wick­lung sehen Initia­ti­ven als Anlass, den öffent­li­chen Druck zu erhö­hen und eine inten­si­ve­re gesell­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zung zu füh­ren.

In der Debat­te um ein Par­tei­ver­bot ver­wei­sen Kri­ti­ker auf die Bedeu­tung eines fai­ren poli­ti­schen Wett­be­werbs im Rah­men des Grund­ge­set­zes. Befür­wor­ter hal­ten dem ent­ge­gen, dass ein Ver­bots­ver­fah­ren ein legi­ti­mes Mit­tel sein kön­ne, um extre­mis­ti­schen Ten­den­zen ent­ge­gen­zu­wir­ken.

Peti­ti­on soll bun­des­weit Wir­kung ent­fal­ten

Die Ver­an­stal­tung wur­de von der Poli­zei beglei­tet und ver­lief ohne grö­ße­re Zwi­schen­fäl­le. Anga­ben zur Zahl der Teil­neh­men­den wur­den nicht gemacht. Die Initia­to­ren kün­dig­ten an, die gesam­mel­ten Unter­schrif­ten an poli­ti­sche Gre­mi­en in Sach­sen-Anhalt sowie nach Ber­lin wei­ter­zu­lei­ten, um das The­ma auf die par­la­men­ta­ri­sche Agen­da zu brin­gen.

Beob­ach­ter wer­ten die Kund­ge­bung als Teil einer bun­des­wei­ten Dis­kus­si­on über den Umgang mit radi­ka­len poli­ti­schen Bewe­gun­gen und die Gren­zen demo­kra­ti­scher Mei­nungs­frei­heit.

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