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Claus­thal-Zel­ler­feld: Haschisch-Plan­ta­ge löst Groß­raz­zia aus

Claus­thal-Zel­ler­feld (red). Die Beschul­dig­ten hat­ten die gel­ten­den Regeln des Can­na­bis-Geset­zes offen­bar eigen­wil­lig inter­pre­tiert und zu ihren Guns­ten erwei­tert. Jeden­falls staun­ten die Ermitt­lungs­be­am­ten nicht schlecht, als sie bei ihrer Raz­zia nicht weni­ger als 1.050 Can­na­bis-Pflan­zen vor­fan­den. Erlaubt sind bis­lang ledig­lich drei Pflan­zen pro Per­son.

Am ver­gan­ge­nen Mitt­woch kam es durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Hameln-Pyr­mon­t/­Holz­min­den in Zusam­men­ar­beit mit der zustän­di­gen Staats­an­walt­schaft in Han­no­ver zu meh­re­ren Woh­nungs­durch­su­chun­gen.

Elf Objek­te durch­sucht – Neben Can­na­bis auch viel Bar­geld, Koka­in und Luxus-Hand­ta­schen sicher­ge­stellt

Ins­ge­samt wur­den bei der Groß­raz­zia elf Woh­nun­gen in Han­no­ver, Sehn­de, Salz­hem­men­dorf, Sprin­ge, Claus­thal-Zel­ler­feld, Seel­ze und Ron­nen­berg durch­sucht. Bis­lang gibt es fünf Beschul­dig­te im Alter zwi­schen 32 und 66 Jah­ren.

Wie die Poli­zei in einer Pres­se­mit­tei­lung bekannt­gab, wur­den in acht der elf Durch­su­chungs­ob­jek­te Can­na­bis-Pflan­zen, Aus­rüs­tung für den Anbau, Bar­geld im mitt­le­ren fünf­stel­li­gen Bereich, teu­re Hand­ta­schen und digi­ta­le Beweis­mit­tel gefun­den und sicher­ge­stellt. Dar­über hin­aus stie­ßen die Beam­ten neben zwei Schreck­schuss­waf­fen auch auf ande­re Betäu­bungs­mit­tel wie Koka­in und Amphet­amin.

Indoor-Can­na­bis-Plan­ta­ge in Claus­thal-Zel­ler­feld ent­deckt – Betrei­ber war bereits akten­kun­dig

In Claus­thal-Zel­ler­feld stie­ßen die Ermitt­ler schließ­lich auf eine – wie es in der Pres­se­mit­tei­lung heißt – „aktiv betrie­be­ne Indoor-Plan­ta­ge“. Zunächst war von rund 2.000 Pflan­zen die Rede gewe­sen, letzt­end­lich stell­ten die Ein­satz­kräf­te 1.050 Exem­pla­re sicher.

Ins­ge­samt waren rund 240 Beam­te im Ein­satz. Der Betrei­ber der Plan­ta­ge soll ein 56-jäh­ri­ger Mann aus dem Raum Han­no­ver sein. Er gilt als Draht­zie­her einer Ban­de, zu der auch sei­ne vier­köp­fi­ge Fami­lie gehört. Der Mann ist kein unbe­schrie­be­nes Blatt: Da er bereits zuvor eine Dro­gen-Plan­ta­ge betrie­ben hat­te, war er schon ein­mal ver­ur­teilt wor­den. Laut der zustän­di­gen Staats­an­walt­schaft wur­de er am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag einem Haft­rich­ter vor­ge­führt und sitzt nun in Unter­su­chungs­haft.

Foto: pix­a­bay

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