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		<title>Statistisches Bundesamt: Industrieaufträge in Deutschland brechen doppelt so stark ein wie erwartet</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 07:21:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die deutsche Industrie hat im April einen unerwartet starken Rückschlag erlitten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich mit einem Rückgang von rund 2,0 Prozent gerechnet. Damit fiel das Minus nahezu doppelt so hoch aus wie erwartet. Schlüsselbranchen besonders betroffen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="isSelectedEnd">Die deutsche Industrie hat im April einen unerwartet starken Rückschlag erlitten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent.</p>
<p class="isSelectedEnd">Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich mit einem Rückgang von rund 2,0 Prozent gerechnet. Damit fiel das Minus nahezu doppelt so hoch aus wie erwartet.</p>
<h3>Schlüsselbranchen besonders betroffen</h3>
<p class="isSelectedEnd">Besonders betroffen waren wichtige Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft. In der Automobilindustrie gingen die Bestellungen um 5,3 Prozent zurück. Noch stärker fiel der Rückgang bei Herstellern elektrischer Ausrüstungen aus, die ein Minus von 16,3 Prozent verzeichneten. Auch der Maschinenbau meldete einen deutlichen Auftragsrückgang von 7,4 Prozent.</p>
<p class="isSelectedEnd">Als wesentlicher Belastungsfaktor gilt die schwache Nachfrage aus dem Ausland. Die Bestellungen aus den Euro-Ländern brachen um 11,1 Prozent ein.</p>
<p class="isSelectedEnd">Insgesamt sanken die Auslandsaufträge um 4,2 Prozent, während die Inlandsnachfrage um 2,9 Prozent zurückging. Lediglich Aufträge aus Ländern außerhalb der Eurozone legten leicht um 0,8 Prozent zu.</p>
<h3>Geopolitische Unsicherheiten wirken nach</h3>
<p class="isSelectedEnd">Nach Einschätzung von Ökonomen wirken sich die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zunehmend auf die deutsche Wirtschaft aus. Höhere Energiepreise, Unsicherheiten in den Lieferketten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen belasten die Industrie.</p>
<p class="isSelectedEnd">Der starke Rückgang folgt zudem auf einen außergewöhnlich kräftigen Anstieg der Auftragseingänge im März, als zahlreiche Unternehmen Bestellungen vorgezogen hatten.</p>
<p class="isSelectedEnd">Auch die mittelfristige Entwicklung bleibt angespannt. Im Dreimonatsvergleich von Februar bis April lag der Auftragseingang 3,1 Prozent unter dem Niveau der drei vorangegangenen Monate. Experten sehen darin ein weiteres Signal für eine schwächelnde Industriekonjunktur.</p>
<h3>Sorgen um das zweite Quartal</h3>
<p class="isSelectedEnd">Die aktuellen Zahlen nähren Sorgen vor einer erneuten Abschwächung der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal. Zwar war das Bruttoinlandsprodukt zu Jahresbeginn noch leicht gewachsen, doch mehrere Frühindikatoren deuten inzwischen auf eine deutlich eingetrübte Stimmung in der Industrie hin.</p>
<p>Mit Spannung erwarten Ökonomen nun die nächsten Produktionsdaten. Sie werden zeigen, ob der Einbruch bei den Auftragseingängen nur eine kurzfristige Gegenbewegung nach dem starken März war oder den Beginn einer erneuten Schwächephase der deutschen Industrie markiert.</p>
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