Die Bundestagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt und Hendrik Bollmann haben sich in Osterode am Harz über aktuelle Projekte und Herausforderungen der Stadtentwicklung informiert. Gemeinsam mit Bürgermeister Jens Augat und Vertretern der Stadtverwaltung besichtigten sie mehrere Orte in der Innenstadt.
Der Rundgang führte unter anderem zur Schachtrupp-Villa, zum Kornmarkt, zum Alten Rathaus, zum Törmer’schen Haus und zum Johannistorhaus. Im Mittelpunkt standen die Sanierung historischer Gebäude und die weitere Entwicklung der Innenstadt.
Sanierungen sollen wirtschaftlich attraktiver werden
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war der sogenannte Bauturbo. Die Beteiligten diskutierten darüber, wie die besonderen Anforderungen von Fachwerkstädten und Mittelzentren stärker in der Bundespolitik berücksichtigt werden können.
Bürgermeister Jens Augat forderte bessere Förderbedingungen für die Sanierung historischer Gebäude. Derzeit sei es häufig wirtschaftlicher, am Stadtrand neu zu bauen, als ein Fachwerkhaus in der Innenstadt zu erhalten. Förderprogramme müssten Sanierungen daher spürbar erleichtern.
Lange Verfahren erschweren Projekte
Auch komplexe Genehmigungsverfahren und hohe Anforderungen an bestehende Gebäude waren Thema. Besonders bei denkmalgeschützten Immobilien sei der Abstimmungsbedarf groß. Lange Verfahren könnten die Umsetzung geplanter Vorhaben verzögern.
Zudem ging es um den Umgang mit verwahrlosten und ungenutzten Immobilien. Kommunen könnten zwar Instrumente wie das Vorkaufsrecht einsetzen, häufig fehlten jedoch die finanziellen Mittel für eine anschließende Sanierung oder Nachnutzung.
Die Anregungen aus Osterode sollen nach Angaben der Beteiligten in die weitere parlamentarische Arbeit der beiden SPD-Bundestagsabgeordneten einfließen.
































