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Betriebs­aus­schuss der Kreis­Wirt­schafts­Be­trie­be Gos­lar: Bau­start für Lan­gels­hei­mer Ret­tungs­wa­che ist für Mai 2025 ange­setzt

Gos­lar (red). Nur gut 20 Minu­ten dau­er­te die öffent­li­che Sit­zung, zu der der Betriebs­aus­schuss der Kreis­Wirt­schafts­Be­trie­be Gos­lar am Mitt­woch­abend unter der Lei­tung von Ralph Bogisch im Betriebs­ge­bäu­de in der Born­hardt­stra­ße zusam­men­kam. Die zwei Beschluss­vor­la­gen der Tages­ord­nung, mit denen sich das Gre­mi­um befass­te, waren mit der Zustim­mung der Aus­schuss­mit­glie­der rasch abge­ar­bei­tet: Sie spra­chen sich sowohl für den Erwerb von Antei­len an der Gesell­schaft für Bio­kom­post­ge­sell­schaft mbH vom Land­kreis Göt­tin­gen als auch für die Ver­ein­ba­rung mit der Berg- und Uni­ver­si­täts­stadt Claus­thal-Zel­ler­feld zu den Sanie­rungs­plä­nen der ehe­ma­li­gen Haus­müll­de­po­nie am Otti­liae-Schacht aus.

Für letz­te­re wer­den nach der­zei­ti­gem Stand Gesamt­kos­ten in Höhe von 350.000 Euro ver­an­schlagt, die Eini­gung sieht eine Kos­ten­be­tei­li­gung der Stadt in Höhe von 105.000 Euro vor. „Das ent­spricht zwar nicht einer Kos­ten­be­tei­li­gung in Höhe von 50 Pro­zent, sodass wir als Kreis­Wirt­schafts­Be­trie­be Gos­lar ein wenig schlech­ter daste­hen als die Stadt Claus­thal-Zel­ler­feld. Indem wir aber bereits im Vor­feld eine der­ar­ti­ge Ver­ein­ba­rung ein­ge­hen, spa­ren wir uns aber womög­lich eine recht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung zur Über­nah­me der Kos­ten und ein kos­ten­in­ten­si­ven Ver­fah­ren“, erklär­te Tho­mas Ebert, Betriebs­lei­ter der Kreis­Wirt­schafts­Be­trie­be Gos­lar – eine Ziel­set­zung, die auch sei­tens des Betriebs­aus­schus­ses begrüßt wur­de.

Der Beschluss für die Sanie­rung wur­de bereits im Jahr 2020 durch den Kreis­tag gefasst, Ziel ist es, mit der dau­er­haf­ten Siche­rung Gefah­ren wie die Ver­un­rei­ni­gung von Grund- und Ober­flä­chen­was­ser, das Abrut­schen von Alt­las­ten an der stei­len Böschung, das Zuta­ge­tre­ten von Müll sowie Risi­ken, die von Glas- und Kunst­stoff­res­ten aus­ge­hen, abzu­weh­ren. Da die Haus­müll­de­po­nie bis zu ihrer Still­le­gung im Jahr 1977 sowohl von der Berg- und Uni­ver­si­täts­stadt Claus­thal-Zel­ler­feld als auch vom Land­kreis Gos­lar (der nun in Form der Kreis­Wirt­schafts­Be­trie­be Gos­lar betei­ligt ist) betrie­ben wur­de, ste­hen bei­de Insti­tu­tio­nen in der Ver­ant­wor­tung, das Gelän­de zu sanie­ren. Der­zeit wird gemein­sam mit der Stadt Claus­thal-Zel­ler­feld Boden hier­für akqui­riert.

Für den Erwerb der Geschäfts­an­tei­le an der Gesell­schaft für Bio­kom­post mbH vom Land­kreis Göt­tin­gen, wel­cher bis­lang 10 Pro­zent der sel­bi­gen hielt, nun aber aus dem Anlie­fe­rungs­ver­trag aus­stei­gen möch­te, wer­den die Kos­ten auf rund 90.000 Euro bezif­fert: Die bis­he­ri­gen Antei­le des Land­krei­ses Göt­tin­gen sol­len zu glei­chen Tei­len auf die Land­krei­se Gos­lar und Wol­fen­büt­tel auf­ge­teilt wer­den, sodass bei­de in Zukunft mit jeweils 50 Pro­zent an der Gesell­schaft für Bio­kom­post mbH betei­ligt sind.

Zum Abschluss der Sit­zung infor­mier­te Betriebs­lei­ter Ebert zudem zum aktu­el­len Stand des Neu­baus der Lan­gels­hei­mer Ret­tungs­wa­che: Der­zeit befin­den sich die Bau­an­trags­un­ter­la­gen in der Erstel­lung und sol­len vor­aus­sicht­lich in gut drei Wochen offi­zi­ell ein­ge­reicht wer­den. Mit der Stadt Lan­gels­heim wer­den zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt Pla­nungs­ge­sprä­che geführt, um sich bei der Errich­tung der Schmutz- und Regen­was­ser­ent­sor­gung abzu­stim­men.

Hin­sicht­lich der Kos­ten für den Neu­bau weicht die abschlie­ßen­de Kos­ten­be­rech­nung von der ursprüng­li­chen Schät­zung ab, dies hat sich aus den nun detail­lier­te­ren Berech­nung der Ein­zel­kos­ten erge­ben: Statt ursprüng­lich 3,68 Mil­lio­nen Euro sind für die Ret­tungs­wa­che nun 3,997 Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt. Eine grund­sätz­li­che Ände­rung der Plä­ne gebe es aber nicht, so Ebert. Der Bau­be­ginn ist für Mai 2025 ange­setzt – die neue Ret­tungs­wa­che soll dann im Juli 2026 fer­tig sein.

 

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