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Berüh­ren­de Urauf­füh­rung bei den Lan­des­büh­nen­ta­gen im Harzthea­ter

Die Lan­des­büh­nen­ta­ge im Harzthea­ter gehen in die nächs­te Run­de: Auf der Kam­mer­büh­ne in Hal­ber­stadt ist am Sonn­tag, 15. März, die Urauf­füh­rung des Stücks Arm sein zu sehen. Die Insze­nie­rung der Burg­hof­büh­ne Dins­la­ken greift ein gesell­schaft­li­ches The­ma auf, das vie­le Men­schen betrifft: Armut und die Fra­ge, was Wohl­stand eigent­lich bedeu­tet.

Das Stück stammt von der Ber­li­ner Autorin Nora Mans­mann, Jahr­gang 1980, und wur­de mit dem Kath­rin-Türks-Preis aus­ge­zeich­net. Es erzählt eine berüh­ren­de und zugleich humor­vol­le Geschich­te über Begeg­nun­gen, Hoff­nung und den Wert mensch­li­cher Bezie­hun­gen.

Geschich­te über Wür­de, Sehn­sucht und Begeg­nung

Im Mit­tel­punkt ste­hen ein jun­ger Schrift­stel­ler und die Toch­ter einer Kran­ken­pfle­ge­rin. Die bei­den begeg­nen sich auf dem Dach eines Kran­ken­hau­ses. Wäh­rend der Mann davon träumt, Bücher zu schrei­ben, kämpft die jun­ge Frau mit ihren Sehn­süch­ten nach einem Leben, das sie sich finan­zi­ell kaum leis­ten kann. Auch ihre Mut­ter arbei­tet trotz zusätz­li­cher Schich­ten am Limit, um den All­tag zu bewäl­ti­gen.

Die Figu­ren ver­bin­det das Gefühl, in einer Gesell­schaft kaum mit­hal­ten zu kön­nen. Gleich­zei­tig ent­de­cken sie im Gespräch mit­ein­an­der neue Per­spek­ti­ven auf das Leben. Das Stück stellt damit die grund­le­gen­de Fra­ge: Wann gilt ein Mensch als arm – und wor­in liegt eigent­lich wah­rer Reich­tum?

Teil eines bun­des­wei­ten Thea­ter­fes­ti­vals

Die Auf­füh­rung ist Teil der 21. Lan­des­büh­nen­ta­ge im Harzthea­ter, bei denen ins­ge­samt 18 Insze­nie­run­gen aus ganz Deutsch­land prä­sen­tiert wer­den. Das Fes­ti­val wur­de zuvor mit der Pro­duk­ti­on Die Drei­gro­schen­oper eröff­net und führt Thea­ter­pro­duk­tio­nen ver­schie­de­ner Lan­des­büh­nen zusam­men.

Für die Insze­nie­rung von Arm sein zeich­net Mir­ko Schom­bert ver­ant­wort­lich. Büh­ne und Kos­tü­me stam­men von Jörg Zysik. Auf der Büh­ne ste­hen Vera Rum­pel, Olek­san­dra Zapol­ska und Asim Odo­bašić.

Die gast­ge­ben­de Burg­hof­büh­ne Dins­la­ken gehört seit Jahr­zehn­ten zur nord­rhein-west­fä­li­schen Thea­ter­land­schaft. Das Ensem­ble wur­de 1951 gegrün­det und bringt sei­ne Pro­duk­tio­nen über­wie­gend als Gast­spie­le in zahl­rei­che Städ­te und Gemein­den. Pro Spiel­zeit ent­ste­hen dort meh­re­re neue Insze­nie­run­gen, die klas­si­sche Stof­fe eben­so auf­grei­fen wie zeit­ge­nös­si­sche Dra­ma­tik.

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