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Bear­bei­tungs­check 2025: So lan­ge war­ten Sie auf Ihren Steu­er­be­scheid

Steuerpflichtige aus der Region müssen unterschiedlich lange auf ihren Steuerbescheid warten
Steuerpflichtige aus der Region müssen unterschiedlich lange auf ihren Steuerbescheid warten

Im neu­en Bear­bei­tungs­check 2025 der Finanz­äm­ter in Deutsch­land (Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2024) kann kein Bun­des­land mehr eine durch­schnitt­li­che Bear­bei­tungs­dau­er von weni­ger als 40 Tagen vor­wei­sen. Ins­ge­samt schnit­ten ledig­lich sechs Bun­des­län­der bes­ser ab als im Vor­jahr. Alle ande­ren Bun­des­län­der wur­den hin­ge­gen zwi­schen einem Tag und sechs Tagen lang­sa­mer. Das teil­te der Bund der Steu­er­zah­ler mit.

In letz­te­re Grup­pe fal­len auch Nie­der­sach­sen und Bre­men. Nie­der­sach­sens Finanz­äm­ter benö­tig­ten im Jahr 2025 durch­schnitt­lich 45,7 Tage. Das sind rund 1,3 Tage mehr als noch im Vor­jahr. Damit belegt das Bun­des­land wie im Vor­jahr den 9. Platz im Gesamt­ran­king.

Nach­dem Bre­men im Vor­jahr den vor­letz­ten Platz beleg­te, hat es nun mit durch­schnitt­lich 56,15 Tagen sogar die rote Later­ne inne. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ver­lang­sam­te sich Bre­men um gut drei Tage. Mit dem Saar­land (51,4 Tage) und Meck­len­burg-Vor­pom­mern (50 Tage) kna­cken ledig­lich noch zwei wei­te­re Bun­des­län­der die 50-Tage-Mar­ke.

Finanz­amt Han­no­ver-Mit­te arbei­tet am schnells­ten

Dass auch ent­ge­gen­ge­setz­te Ent­wick­lun­gen mög­lich sind, bele­gen die Bun­des­län­der Hes­sen (41,1 Tage) und Sach­sen (42 Tage), wel­che im Ran­king nun die Plät­ze 1 und 3 ein­neh­men. In Hes­sen (Vor­jahr: Platz 8) sank die durch­schnitt­li­che Bear­bei­tungs­dau­er um cir­ca drei Tage, in Sach­sen (Vor­jahr: Platz 11) sogar um vier Tage – die größ­te Ver­bes­se­rung im dies­jäh­ri­gen Ver­gleich.

Auch inner­halb der Bun­des­län­der gibt es deut­li­che Unter­schie­de bei den Bear­bei­tungs­zei­ten. So hiel­ten Bre­mer­ha­ve­ner Steu­er­zah­ler ihren Steu­er­be­scheid im Schnitt bereits nach ca. 37 Tagen in den Hän­den. In der Stadt Bre­men dau­er­te die Bear­bei­tung durch­schnitt­lich ca. 60 Tage.

Steu­er­pflich­ti­ge aus Wol­fen­büt­tel müs­sen lan­ge war­ten

Im Ver­gleich zum Vor­jahr benö­tig­ten aller­dings bei­de städ­ti­schen Finanz­äm­ter mehr Bear­bei­tungs­zeit – in Bre­mer­ha­ven waren es sechs zusätz­li­che Tage und in Bre­men zwei zusätz­li­che Tage. Den­noch bleibt mit einer Dif­fe­renz von 23 Tagen wei­ter­hin ein gro­ßer Abstand bestehen.

Noch deut­li­cher machen sich die Unter­schie­de in Nie­der­sach­sen bemerk­bar. Am schnells­ten arbei­te­te das Finanz­amt Han­no­ver-Mit­te mit durch­schnitt­lich 33 Tagen. Mit einer im Schnitt fast dop­pelt so lan­gen Bear­bei­tungs­zeit muss­ten sich die Steu­er­zah­ler beim Finanz­amt Wol­fen­büt­tel (65 Tage) am längs­ten in Geduld üben.

Das jähr­li­che Ran­king des Bun­des der Steu­er­zah­ler (BdSt) deckt auf, in wel­chem Bun­des­land die Ein­kom­men­steu­er­erklä­run­gen am zügigs­ten bear­bei­tet wur­den. Zusätz­lich zum „All­ge­mei­nen Durch­schnitt“ blickt der BdSt dar­in auch auf die spe­zi­fi­schen War­te­zei­ten für die Unter­grup­pen „Arbeit­neh­mer“ und „Sons­ti­ge Per­so­nen“ (Selbst­stän­di­ge, Frei­be­ruf­ler, Unter­neh­mer). Eben­falls vom BdSt erho­ben wird der Anteil der voll­au­to­ma­ti­siert geprüf­ten Ein­kom­men­steu­er­erklä­run­gen („Auto­fall­quo­te“).

Die benö­tig­ten Wer­te fragt der BdSt seit dem Jahr 2017 jähr­lich bei den zustän­di­gen Lan­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­en ab. So lässt sich im Zeit­ver­lauf über­prü­fen, in wel­chen Bun­des­län­dern die Finanz­äm­ter schnel­ler oder lang­sa­mer gewor­den sind. Für den aktu­el­len Bear­bei­tungs­check 2025 wur­den alle Ein­kom­men­steu­er­erklä­run­gen für das Jahr 2024 in den Blick genom­men, die bis zum 31. Dezem­ber 2025 ein­ge­reicht wor­den waren.

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