Bei den Landesbühnentagen im Harztheater steht am Montag, 16. März, eine Tanzproduktion auf dem Programm. Um 19.30 Uhr gastiert die Ballettcompagnie des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters Flensburg/Rendsburg mit der Produktion Hautnah im Großen Haus in Quedlinburg.
Die Aufführung ist die einzige Tanzproduktion des Festivals. Auf der Bühne stehen 13 Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles, die das Stück gemeinsam mit ihrem künstlerischen Leiter und Choreografen Emil Wedervang Bruland entwickelt haben.
Improvisation als zentrales Element
Im Mittelpunkt der Produktion steht die Improvisation. Nur wenige grundlegende Absprachen geben den Rahmen vor, während Bewegungen und Szenen aus dem Moment heraus entstehen. Musik und Tanz reagieren unmittelbar aufeinander und entwickeln sich spontan weiter. Dadurch wird jede Vorstellung zu einem einzigartigen Erlebnis.
Improvisation prägt den zeitgenössischen Tanz seit dem späten 20. Jahrhundert und setzt auf spontane Bewegungen und die unmittelbare Wirkung von Raum, Zeit und Musik. In Hautnah entstehen so immer neue Formen und Situationen, die sich nicht wiederholen lassen.
Tanz in unmittelbarer Nähe
Das Konzept des Stücks zielt darauf ab, Tanz möglichst direkt und intensiv erfahrbar zu machen. Die Produktion wurde bereits an ungewöhnlichen Orten wie Häfen, Parks oder anderen besonderen Spielstätten gezeigt. In Quedlinburg bringt das Ensemble diese Idee nun auf die Bühne des Großen Hauses.
Das Schleswig-Holsteinische Landestheater ist mit mehr als 350 Mitarbeitenden und fünf Sparten die größte Landesbühne Deutschlands. Seine Produktionen werden normalerweise in einem großen Gebiet zwischen der dänischen Grenze und der Elbe sowie zwischen Nord- und Ostsee gezeigt.




























