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Bad Lau­ter­berg: Bei Turn­hal­le in Bar­bis droht der Boden ein­zu­bre­chen

Die Turnhalle in Barbis ist für Erwachsenensport zu gefährlich geworden.

Bad Lau­ter­berg (red). Die Turn­hal­le in Bar­bis wird zum Ende der Som­mer­fe­ri­en nicht mehr für den Brei­ten­sport genutzt wer­den kön­nen. Das teil­te der MTV Nie­der­sach­sen über sei­ne sozia­len Medi­en­ka­nä­le mit. Die Stadt Bad Lau­ter­berg hat­te zuvor eine ent­spre­chen­de Mit­tei­lung her­aus­ge­ge­ben.

Grund für das Dilem­ma ist der maro­de Fuß­bo­den der Turn­hal­le, die sich in der Über­gangs-Kita „Spat­zen­nest“ befin­det. Ursprüng­lich soll­te das Trai­ning nach dem Ende der Erwei­te­rungs­ar­bei­ten an der Kin­der­ta­ges­stät­te wie­der auf­ge­nom­men wer­den. Die­se Hoff­nung hat sich nun zer­schla­gen. Zwar war das Bau­vor­ha­ben zuvor hin­läng­lich bekannt gewe­sen. Mit die­ser Ent­wick­lung hat­ten die Betei­lig­ten aller­dings nicht gerech­net.

Sport in der Hal­le selbst bei Tisch­ten­nis „kaum zu ver­ant­wor­ten“

Wie Bad Lau­ter­bergs Bür­ger­meis­ter Rolf Lan­ge (CDU) bekannt gab, sei­en die Män­gel von zwei Fach­fir­men über­prüft wor­den. Dem­nach sei der Boden abgän­gig. Der Boden wür­de dro­he ein­zu­bre­chen, sobald dort Erwach­se­nen­sport betrie­ben wird — selbst Tisch­ten­nis ist kaum zu ver­ant­wor­ten, so Lan­ge wei­ter. In Fra­ge kom­me dem­nach nur noch Kin­der­sport oder Gesund­heits­an­ge­bo­te für Erwach­se­ne, bei­den wenig bis kei­ne Bewe­gung statt­fin­det.

Weil die Loka­li­tä­ten für Hal­len­sport in Bad Lau­ter­berg stark begrenzt sind und nach Aus­sa­ge des CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Chris­ti­an Schä­fer kei­ne Aus­weich­mög­lich­kei­ten bestehen, hat die CDU-Frak­ti­on im Bad Lau­ter­ber­ger Stadt­rat jetzt einen Antrag gestellt. Dar­in for­dert sie, der Boden sol­le vor­erst pro­vi­so­risch ertüch­tigt und spä­ter saniert wer­den. Ande­ren­falls sei­en die Ver­ei­ne in der Aus­übung ihrer Sport­an­ge­bo­te erheb­lich ein­ge­schränkt.

Mehr­kos­ten der Sanie­rungs­op­ti­on sind allen Betei­lig­ten bewusst

Geht es nach dem Wunsch der CDU, soll der Boden in der Turn­hal­le soweit in Schuss gebracht wer­den, dass zumin­dest der Groß­teil der von den Ver­ei­nen ange­bo­te­nen Sport­ar­ten vor­läu­fig wie­der betrie­ben wer­den kann, bevor die grund­le­gen­de Sanie­rung in Angriff genom­men wird. Dies wird zu bis­her nicht bekann­ten Mehr­kos­ten füh­ren. Dass die Repa­ra­tur teu­er wird, das ist allen klar.  Schä­fer betont dabei aller­dings den Wert, den der Ver­eins­sport und das Enga­ge­ment der Ver­ei­ne für Bad Lau­ter­berg haben.

Der­zeit wer­den Optio­nen in alle Rich­tun­gen geprüft — eine Qua­dra­tur des Krei­ses. Da wäre zunächst die Turn­hal­le in der Grund­schu­le am Haus­berg. Ihre Eig­nung für den Ver­eins­sport ist aller­ding noch unge­wiss. Dann die Turn­hal­le an der Koope­ra­ti­ven Gesamt­schu­le oder die Gym­nas­tik­hal­le im Haus des Gas­tes. Die Betei­lig­ten suchen fie­ber­haft nach Lösun­gen.

Repa­ra­tur der Hal­le in Bar­bis kann teu­er wer­den und lan­ge dau­ern

Wie teu­er die Sanie­rung der Kita-Turn­hal­le wird, hängt ins­be­son­de­re von der Finan­zie­rungs­struk­tur ab. Je höher der Anteil an För­der­mit­teln ist, des­to län­ger wird es dau­ern. Am gest­ri­gen Mon­tag (19.8.2024) fand eine öffent­li­che Sit­zung des Bau- umwelt- und Forst­aus­schus­ses statt. Dar­in soll­te nicht nur über den CDU-Antrag abge­stimmt, son­dern auch sei­tens der Stadt­ver­wal­tung ein geeig­ne­tes För­der­pro­gramm vor­ge­stellt wer­den. Ein Ergeb­nis der Sit­zung lag zu Redak­ti­ons­schluss nicht vor.

Die maro­de Turn­hal­le zieht dar­über hin­aus noch wei­te­re Krei­se: Sie ist unter ande­rem der Grund dafür, dass sich die Stadt­ver­wal­tung mit dem Bau der nächs­ten Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge noch zurück­hält. Favo­rit war näm­lich das Dach der Kita „Spat­zen­nest“ und die benach­bar­te Turn­hal­le. Dies müss­te jedoch — zusätz­lich zur Repa­ra­tur des Fuß­bo­dens — auch noch saniert wer­den.

 

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