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Aus­stel­lung zu Kli­ma, Kon­sum und Kri­sen star­tet im Muse­um Hal­ber­stad

Im Städ­ti­schen Muse­um Hal­ber­stadt wird am Frei­tag, 17. April 2026, die Wan­der­aus­stel­lung Glän­zen­de Aus­sich­ten eröff­net. Von 18.30 Uhr an sind am Dom­platz 36 ins­ge­samt 99 Kari­ka­tu­ren zu sehen, die sich mit Kli­ma­wan­del, Kon­sum, Hun­ger, Men­schen­rech­ten und Glo­ba­li­sie­rung befas­sen. Die Aus­stel­lung des katho­li­schen Hilfs­werks Mise­re­or ist in die­ser Form letzt­ma­lig in Deutsch­land in Hal­ber­stadt zu Gast.

Die gezeig­ten Arbei­ten stam­men von 40 Kari­ka­tu­ris­tin­nen und Kari­ka­tu­ris­ten. Mit Humor, Iro­nie und deut­li­cher Kri­tik grei­fen sie zen­tra­le Fra­gen der Gegen­wart auf. Im Mit­tel­punkt ste­hen dabei die Wider­sprü­che zwi­schen gesell­schaft­li­chen Ansprü­chen und dem eige­nen Ver­hal­ten. The­men sind unter ande­rem Euro­pas Umgang mit Geflüch­te­ten, die Mecha­nis­men der Kon­sum­ge­sell­schaft sowie die welt­wei­ten Ver­flech­tun­gen von Wirt­schaft und Hun­ger.

Kari­ka­tu­ren mit gesell­schaft­li­chem Anspruch

Die Aus­stel­lung will nicht nur unter­hal­ten, son­dern zur Aus­ein­an­der­set­zung mit dem eige­nen Lebens­stil anre­gen. Die Arbei­ten rich­ten den Blick auf die Schat­ten­sei­ten west­li­cher Wohl­stands­mo­del­le und zei­gen, wie eng All­tag, Kon­sum und glo­ba­le Kri­sen mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Gera­de durch die zuge­spitz­te Form der Kari­ka­tur wer­den kom­ple­xe The­men ver­ständ­lich und ein­dring­lich ver­mit­telt.

Leih­ge­ber und Initia­tor der Wan­der­aus­stel­lung ist Mise­re­or. Das 1958 gegrün­de­te Hilfs­werk mit Sitz in Aachen enga­giert sich welt­weit gegen Armut, Hun­ger und Aus­gren­zung. Gemein­sam mit Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen unter­stützt Mise­re­or Men­schen in 86 Län­dern in Afri­ka, Asi­en, Ozea­ni­en und Latein­ame­ri­ka.

Schü­ler­pro­jekt ergänzt die Aus­stel­lung

In Hal­ber­stadt wird die Aus­stel­lung durch ein Pro­jekt mit der Euro­pa­schu­le Am Grö­per­tor erwei­tert. Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 8. Klas­sen haben eige­ne Kari­ka­tu­ren erar­bei­tet, in denen sie gesell­schaft­li­che The­men aus ihrer Sicht auf­grei­fen. Die­se Arbei­ten wer­den bereits seit dem 6. März im Trep­pen­haus des Muse­ums gezeigt und ergän­zen die pro­fes­sio­nel­le Aus­stel­lung um eine jun­ge Per­spek­ti­ve.

Auch über die Eröff­nung hin­aus ist ein beglei­ten­des Pro­gramm geplant. In der Aus­stel­lung sol­len Vor­trä­ge und Gesprächs­run­den mit regio­na­len Fach­leu­ten statt­fin­den. Inhalt­lich geht es dabei um Flucht, Umwelt und Mobi­li­tät sowie um die Ener­gie­kri­se.

Mal­wett­be­werb und kos­ten­freie Eröff­nung

Kin­der und Jugend­li­che kön­nen sich zudem an einem Mal­wett­be­werb unter dem Mot­to Hal­ber­stadt, der Harz und Du betei­li­gen. Ein­ge­reicht wer­den kön­nen nicht digi­ta­le Arbei­ten in den For­ma­ten A4 oder A3. Abga­be­schluss ist der 1. Novem­ber 2026 im Städ­ti­schen Muse­um. Den Abschluss der Aus­stel­lung bil­det am 6. Dezem­ber 2026 die Preis­ver­lei­hung.

Zur Eröff­nung spricht Danie­la Wäser-Schmid, Psy­cho­lo­gin und Lei­te­rin des Teams Harz­kreis-Hal­ber­stadt der Not­fall­seel­sor­ge und Kri­sen­in­ter­ven­ti­on. Sie wird aus ihrer per­sön­li­chen Erfah­rung im ehren­amt­li­chen Ein­satz berich­ten.

Die Eröff­nungs­ver­an­stal­tung ist kos­ten­frei. Spen­den für den Trä­ger­ver­bund Not­fall­seel­sor­ge sind erwünscht. Das Muse­um bit­tet um Anmel­dung tele­fo­nisch unter 03941 551474 oder per E‑Mail an aufsicht@halberstadt.de.

Foto: Mise­re­or / Nel, Krum­bie­gel, Jan Toma­schoff

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