Anzeige

Aus­stel­lung im Kunst­ver­ein mit Wer­ken von Kor­ne­lia Thüm­mel und Uta Wolf

Wer­ni­ge­ro­de (red). Die Bild­haue­rin Kor­ne­lia Thüm­mel und die Schrift­künst­le­rin Uta Wolf prä­sen­tie­ren ihre Wer­ke in einer gemein­sa­men Aus­stel­lung, die vom 13. April bis zum 18. Mai 2025 zu sehen ist. Die Eröff­nung mit einem Künst­ler­ge­spräch fin­det am Sonn­tag, den 13. April 2025, um 11 Uhr statt.

Kor­ne­lia Thüm­mel

Wesen­haf­te Objek­te – so kann ich mei­ne Wer­ke am bes­ten be- oder umschrei­ben.
Wesen­haft des­halb, weil mensch­li­che oder tie­ri­sche Ele­men­te mit plas­ti­schen For­men in Dia­log tre­ten, die kein natur­ge­treu­es Abbild sind. Die Gestal­tungs­prin­zi­pi­en der Abs­trak­ti­on von Figu­ren oder Objek­ten erlau­ben mir einen inne­ren Abstand, eine Distanz vom eige­nen Mensch­sein. So gelingt es mir, objek­ti­ver – im Sin­ne von rea­lis­ti­scher – wir­ken zu kön­nen.

Ich könn­te behaup­ten: Je mehr ich die For­men der Rea­li­tät ent­frem­de, umso mehr kann ich die Wirk­lich­keit schöp­fe­risch und inhalt­lich erfas­sen. Distanz und eine damit geschaf­fe­ne Fle­xi­bi­li­tät sind Vor­aus­set­zun­gen für mei­nen Gestal­tungs­pro­zess.

Am Beginn mei­ner künst­le­ri­schen Suche steht ein geform­tes Frag­ment – ein Bau­stein, auf den ich wie­der­um gestal­te­risch reagie­ren kann. Ähn­lich dem Pro­zess eines Haus­baus schaf­fe ich ein Fun­da­ment, auf dem sich eine räum­li­che Kon­struk­ti­on, eine Archi­tek­tur fort­füh­ren lässt. Die Wei­ter­ent­wick­lung des Wer­kes beruht auf dem Pro­zess einer Reak­ti­on auf das Geschaf­fe­ne. Das Mate­ri­al ist der Trä­ger der Trans­for­ma­ti­on des The­mas. Antra­gen­de und abtra­gen­de bild­haue­ri­sche Tech­ni­ken sowie die dazu­ge­hö­ri­gen Arbeits­spu­ren, die sie hin­ter­las­sen, unter­stüt­zen die inhalt­li­che Aus­sa­ge.

Uta Wolf

„Schrei­ben und das damit ver­bun­de­ne Nach­den­ken über Inhalt und Form – das ist kurz­ge­fasst die Quint­essenz mei­ner Arbeit“, sagt Uta Wolf.

Hier­bei wird Linie zur Flä­che – zu rei­ner Form oder zu inter­pre­tier­tem Inhalt. Das Gesche­hen auf der Flä­che, dem (beson­de­ren) Papier, ist von Bedeu­tung. In der Vor­stel­lung ent­ste­hen Bil­der, die erst auf dem Papier durch kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung gedei­hen.

Die­ser Schaf­fens­pro­zess wird ange­regt durch die For­men­viel­falt der Buch­sta­ben, das inspi­rie­ren­de Schreib­werk­zeug und den Wunsch, Text in der ihm gemä­ßen Form aus­zu­drü­cken. Eine schrift­künst­le­ri­sche Arbeit kann aber auch eine scrip­tu­ra­le oder non­ver­ba­le Form anneh­men und ist als sol­che schön – sie ist dann nicht les­bar im Sin­ne eines Tex­tes, son­dern regt zu Bild­wel­ten an, die sowohl beim Betrach­ten als auch bereits beim Schrei­ben ent­ste­hen.

Eine gelun­ge­ne Arbeit ist immer mit einem Glücks­ge­fühl ver­bun­den – und im Ide­al­fall berührt sie auch den Betrach­ter. Die künst­le­ri­sche Dimen­si­on des Schrei­bens als beson­de­re gra­fi­sche Aus­drucks­form gewinnt im digi­ta­len Zeit­al­ter zuneh­mend an Bedeu­tung.

Wir laden Sie herz­lich ein. Ein­tritt frei!

Wer­ni­ge­röder Kunst- und Kul­tur­ver­ein e.V.
Gale­rie im Ers­ten Stock

Fotos: Wer­ni­ge­röder Kunst- und Kul­tur­ver­ein e.V.

Anzeige

Anzeige