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AQUAN­TIC setzt Zei­chen für Inklu­si­on mit neu­em Schwimmb­ad­lif­ter

Im städ­ti­schen Schwimm­bad AQUAN­TIC in Gos­lar ist seit Kur­zem ein mobi­ler Schwimmb­ad­lif­ter im Ein­satz, der Men­schen mit kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen einen bar­rie­re­frei­en Zugang bis ins Was­ser ermög­licht. Das Gerät trägt den Namen „I‑swim“ und wur­de auf Initia­ti­ve der Arbeits­grup­pe MachMit!Goslar Bar­rie­re­frei ange­schafft.

Ein­fa­che Idee mit gro­ßer Wir­kung

Den Anstoß gab Björn Lehr­ke-Ahrens, der an Mul­ti­pler Skle­ro­se erkrankt ist und auf einen Roll­stuhl ange­wie­sen ist. In einem Tref­fen der Initia­ti­ve äußer­te er den Wunsch nach einem Lif­ter im Schwimm­bad – aus einem per­sön­li­chen Bedürf­nis her­aus, aber auch im Sin­ne vie­ler ande­rer Betrof­fe­ner. Die­ser Impuls wur­de von der Behin­der­ten­be­auf­trag­ten Andrea Simon auf­ge­grif­fen und gemein­sam mit dem städ­ti­schen Bäder­lei­ter Sascha Fei­er wei­ter­ver­folgt.

Bereits 2024 began­nen ers­te Pla­nun­gen, ein ent­spre­chen­des Modell wur­de auf der Mes­se „Inter­bad“ recher­chiert. Die Anschaf­fungs­kos­ten von rund 14.000 Euro wur­den über den Wirt­schafts­plan 2025 der Stadt Gos­lar finan­ziert. Die Lie­fe­rung erfolg­te Ende des Jah­res.

Nut­zung ohne Vor­anmel­dung mög­lich

Der Schwimmb­ad­lif­ter ist mobil und fle­xi­bel ein­setz­bar – sowohl im Hal­len­bad als auch in der Frei­bad­sai­son, unab­hän­gig vom Becken. Besu­che­rin­nen und Besu­cher, die ihn nut­zen möch­ten, kön­nen sich direkt an der Kas­se mel­den. Das Per­so­nal ist geschult und unter­stützt bei der Nut­zung. „Durch sei­ne mobi­le Bau­wei­se kann der Lif­ter ganz­jäh­rig ein­ge­setzt wer­den“, erklärt Meik Erbrecht, Tech­ni­scher Lei­ter des Bäder­be­triebs.

Mehr Lebens­qua­li­tät und Teil­ha­be

Für Björn Lehr­ke-Ahrens bedeu­tet der Lif­ter eine spür­ba­re Ver­bes­se­rung sei­ner Lebens­qua­li­tät. Er spricht von weni­ger Schmer­zen und Spas­tik im Was­ser. Auch das Fami­li­en­le­ben pro­fi­tie­re: „Wir kön­nen jetzt auch als Fami­lie zum Schwim­men gehen.“ Zugleich möch­te er ande­ren Mut machen, das Ange­bot zu nut­zen: „Leb dein Leben – du musst dei­ne Beein­träch­ti­gun­gen nicht ver­ste­cken.“

Inklu­si­on als kom­mu­na­le Auf­ga­be

Gos­lars Ober­bür­ger­meis­te­rin Urte Schwerdt­ner bezeich­ne­te das Pro­jekt als wich­ti­gen Schritt in Rich­tung Teil­ha­be: „Wir wol­len auch die Men­schen mit­neh­men, die Beein­träch­ti­gun­gen haben.“ Der Lif­ter ist ein kon­kre­tes Bei­spiel für geleb­te Inklu­si­on im öffent­li­chen Raum.

Die Arbeits­grup­pe MachMit!Goslar Bar­rie­re­frei trifft sich regel­mä­ßig, um wei­te­re Ver­bes­se­run­gen für Men­schen mit sicht­ba­ren und unsicht­ba­ren Beein­träch­ti­gun­gen auf den Weg zu brin­gen.

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