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Anhän­ger der Rain­bow-Fami­ly ver­las­sen suk­zes­si­ve ihr ille­ga­les Zelt­la­ger — Wei­te­re Groß­ak­ti­on für Mon­tag geplant

Claus­thal-Zel­ler­feld (red). Das Betre­tungs­ver­bot, das die Land­krei­se Göt­tin­gen und Gos­lar am 12. August 2024 für ein etwa 200 Hekt­ar gro­ßes Gebiet im Harz erlas­sen haben, bleibt wei­ter bestehen. Zwar ist bereits ein gro­ßer Teil der mehr als 1.000 Cam­pen­den abge­reist und sucht ein neu­es Lager, aus Sicher­heits­grün­den bleibt es trotz­dem ver­bo­ten, das hier rot ein­ge­fass­te Gebiet zu betre­ten.

Gro­ße und vie­le klei­ne Feu­er­stel­len der Bewoh­ner­schaft des ille­ga­len Camps in dem gemein­de­frei­en Land­schafts­schutz­ge­biet zwi­schen Bad Grund und Claus­thal-Zel­ler­feld stel­len für alle Per­so­nen, die sich in dem Bereich auf­hal­ten, eine Gefahr dar. Zudem hal­ten die Cam­per das abso­lu­te Rauch­ver­bot im Land­schafts­schutz­ge­biet nicht ein. Daher gilt wei­ter: Betre­ten ver­bo­ten!

Seit Bekannt­wer­den des Camps hat­ten die Kreis­rä­tin des Land­krei­ses Göt­tin­gen, Mar­lies Dor­nie­den, und der Land­rat des Land­krei­ses Gos­lar, Dr. Alex­an­der Sai­pa, sowie die Mit­ar­bei­ter der jewei­li­gen Ord­nungs­äm­ter und Exper­ten für den Brand­schutz kon­ti­nu­ier­lich Gesprä­che mit den Cam­pen­den geführt, auf die Kon­se­quen­zen ver­wie­sen und alter­na­ti­ve, lega­le Aus­weich­auf­ent­halts­or­te gesucht. Zudem wer­den die auf den Wald­we­gen wild gepark­ten Fahr­zeu­ge abge­schleppt, um Ret­tungs­we­ge frei­zu­hal­ten, und Zel­te kon­fis­ziert sowie Ord­nungs­wid­rig­kei­ten und Buß­gel­der ver­hängt. Die­se Aktio­nen sowie per­ma­nen­te Durch­sa­gen per Laut­spre­cher im betrof­fe­nen Gebiet, die auf das Sicher­heits­ri­si­ko und die Sperr­zo­ne ver­wei­sen, zeig­te in Tei­len Wir­kung, Camp-Bewohner*innen sind mitt­ler­wei­le abge­reist.

In einer gemein­sa­men Akti­on hat­ten Ord­nungs­kräf­te der Kreis­ver­wal­tun­gen Göt­tin­gen und Gos­lar mit Unter­stüt­zung der Lan­des­po­li­zei und der Lan­des­fors­ten am Mitt­woch, 14. August 2024, begon­nen, die Teil­neh­men­den des Groß­zelt­la­gers der soge­nann­ten Rain­bow-Fami­ly aus dem Sperr­ge­biet auf­zu­for­dern.

Dor­nie­den bekräf­tigt erneut: „Wir haben mehr­fach Gesprä­che gesucht, die not­wen­di­gen Ver­wal­tungs­schrit­te trans­pa­rent erläu­tert und ver­schie­de­ne Hil­fe­an­ge­bo­te unter­brei­tet. An einer Durch­set­zung der All­ge­mein­ver­fü­gung und der bestehen­den Regeln führt kein Weg vor­bei, denn dies schon aus Grün­den des Eigen- und Fremd­schut­zes sowie der Gleich­be­hand­lung mit ande­ren Besucher*innen des Har­zes gebo­ten. Ins­be­son­de­re wer­den wir kon­se­quent auch das Ziel ver­fol­gen, dass die Cam­pen­den das gro­ße Ritu­al-Feu­er zum Voll­mond am 19. August, das ein wich­ti­ger Teil die­ser Zusam­men­kunft zu sein scheint, nicht abbren­nen kön­nen.“

Ver­su­che, geeig­ne­te Aus­weich­flä­chen im Gos­la­rer und Göt­tin­ger Kreis­ge­biet zu fin­den, ver­lie­fen ergeb­nis­los. Die wich­ti­gen Zufahrts­we­ge für Wald­ar­beit und Ret­tungs­fahr­zeu­ge frei­zu­ma­chen und dafür zu sor­gen, dass durch offe­nes Feu­er kei­ne Wald­brand­ge­fahr ent­stün­de, habe obers­te Prio­ri­tät, so die Kreis­rä­tin.

Die Ent­schlos­sen­heit der Behör­den unter­streicht auch Dr. Sai­pa: „Wir wer­den wei­ter­hin abschlep­pen und kon­fis­zie­ren. Soll­ten sich die ver­blei­ben­den Cam­pe­rin­nen und Cam­per ihren Mitstreiter*innen, die das Camp ver­las­sen haben, nicht anschlie­ßen, wer­den wir uns erneut Unter­stüt­zung durch das Land erbit­ten und die Hil­fe der Bereit­schafts­po­li­zei in Anspruch neh­men. Wir hof­fen natür­lich, dass dies nicht nötig wer­den wird.“

Dies hät­te zur Fol­ge, dass es spä­tes­tens am Mon­tag eine wei­te­re groß­an­ge­leg­te Akti­on der Land­krei­se geben wür­de, unter­stützt durch Ein­satz­kräf­te der Poli­zei.

 

 

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