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Groß­brand in Bad Lau­ter­berg: Feu­er brei­tet sich auf vier wei­te­re Häu­ser aus

Bad Lau­ter­berg (red). Groß­ein­satz für die Feu­er­wehr aus Bad Lau­ter­berg: In einem Wohn­ge­biet zwi­schen der Schan­zen­stra­ße, der Stüt­zer­stra­ße und der Wiss­mann­stra­ße ist am gest­ri­gen Mitt­woch­nach­mit­tag gegen 16:30 im hin­te­ren Bereich eines Wohn­hau­ses ein Brand aus­ge­bro­chen. Das Pro­blem dabei: Das Gebiet ist sehr eng bebaut. Obwohl das Feu­er sich schnell aus­brei­te­te, wur­de nach ers­ten Erkennt­nis­sen nie­mand ver­letzt.

Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr von Bad Lau­ter­berg, die die Lösch­ar­bei­ten lei­te­te, spricht von einem Groß­brand. Zudem waren die Feu­er­weh­ren aus Bad Sach­sa und Herz­berg zur Unter­stüt­zung vor Ort. Um den Ein­satz effek­tiv durch­füh­ren zu kön­nen, waren die Wiss­mann­stra­ße an der B27 und die Schan­zen­stra­ße gesperrt. Zuerst war ledig­lich ein Gara­gen­brand gemel­det wor­den, der sich aller­dings schnell zu einem Groß­feu­er aus­brei­te­te.

Feu­er­wehr stuft das Feu­er sofort zum Groß­brand hoch

Dass es nicht bei einem Gara­gen­brand blei­ben wür­de, war den Ein­satz­kräf­ten sofort klar. Aus die­sem Grund wur­de die Lage augen­blick­lich zum Groß­brand hoch­ge­stuft. Sie soll­ten Recht behal­ten. Als die Lösch­kräf­te am Brand­ort ein­tra­fen, hat­te sich das Feu­er bereits auf den Dach­stuhl­be­reich von vier wei­te­ren Wohn­häu­sern über­ge­grif­fen. Obwohl Brand­schutz­mau­ern errich­tet wor­den waren, konn­ten sich die Flam­men unge­hin­dert aus­brei­ten.

Dass die Bebau­ung in die­sem Gebiet sehr ver­schach­telt ist, war für die Feu­er­wehr eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung, zu den Brand­her­den vor­zu­drin­gen. Daher wur­de eine drit­te Dreh­lei­ter ange­for­dert. Ledig­lich durch die­sen Dreh­lei­ter­ein­satz konn­te ein so genann­tes Durch­zün­den der Dach­stüh­le ver­mie­den wer­den.

„Rie­gel­stel­lung“ der Dreh­lei­tern ver­hin­dert wei­te­re Aus­brei­tung des Feu­ers

Dass der Brand nicht noch Schlim­me­res anrich­ten konn­te, ist ins­be­son­de­re der Ein­satz­tak­tik der Lösch­kräf­te zu ver­dan­ken, die die Dreh­lei­tern in eine so genann­te „Rie­gel­stel­lung“ brach­te und dem Feu­er damit Ein­halt gebie­ten konn­te.

Wie die Feu­er­wehr berich­tet, hät­ten die Flam­men letzt­lich auf vier wei­te­re Wohn­häu­ser über­grei­fen kön­nen. Die­se wur­den ent­spre­chend stark beschä­digt. Nach­dem die Ein­satz­kräf­te unter Ver­wen­dung von Atem­schutz­ge­rä­ten zu den Brand­her­den vor­ge­drun­gen waren, wur­den zuerst leicht ent­flamm­ba­re Mate­ria­li­en aus der Gefah­ren­zo­ne ent­fernt.

Auch im Innen­be­reich hat­te die Feu­er­wehr mit der ver­win­kel­ten Bau­wei­se zu kämp­fen, wodurch sich der Ein­satz bis in die Abend­stun­den hin­zog. Selbst um 18 Uhr stieg immer noch Rauch aus den Häu­sern auf.

Warn­sys­tem „Kat­warn“ infor­mier­te die Ein­woh­ner von Bad Lau­ter­berg

Die Bür­ger von Bad Lau­ter­berg konn­ten über das Alarm­sys­tem Kat­warn recht­zei­tig über den Groß­brand infor­miert wer­den. Es erging die Mel­dung: „Infol­ge eines Bran­des wur­den in Bad Lau­ter­berg Schan­zen­stra­ße Brand­ga­se frei­ge­setzt. Es kann zu Geruchs­be­läs­ti­gun­gen und Sicht­be­hin­de­run­gen in der Umge­bung kom­men.“ Die War­nung wur­de bereits um 16.32 Uhr aus­ge­ge­ben.

Auch über den loka­len Rund­funk wur­den die Bür­ger auf­ge­for­dert, Fens­ter und Türen in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung des Feu­ers geschlos­sen zu hal­ten. Zudem wur­de nahe­ge­legt, das loka­le Fern­seh­pro­gramm ein­zu­schal­ten.

Bis­her gibt es kei­ne nähe­ren Infor­ma­tio­nen dar­über, auf welch Höhe sich der ent­stan­de­ne Scha­den beläuft. Die Ermitt­lun­gen zur Brand­ur­sa­che gehen indes wei­ter. Vor Ort waren neben Ein­satz­kräf­ten der Feu­er­wehr auch Ret­tungs­sa­ni­tä­ter von ASB und dem Roten Kreuz sowie Mit­ar­bei­ter von Harz Ener­gie.

 

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