Goslar (red). Die Fachjury des Paul-Lincke-Rings hat sich geschlossen für die von der Stadt Goslar angestrebte Umbenennung des Musikpreises ausgesprochen. In einem gemeinsamen Statement betonen die Jurorinnen und Juroren, dass eine Fortführung der Preisvergabe nur mit einer klaren Loslösung vom bisherigen Namensgeber möglich sei.
Zentrale Voraussetzung für weitere Verleihungen in Hahnenklee sei eine transparente Aufarbeitung der Vergangenheit von Paul Lincke. Auch im Sinne der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sei eine klare Abgrenzung von der belastenden Historie erforderlich. Die Jury begrüßt den von der Stadt Goslar eingeleiteten wissenschaftlich fundierten Erneuerungsprozess und sichert ihre Unterstützung zu.
Die Stadt hat die erforderliche Beschlussvorlage inzwischen auf den Weg gebracht. Die erste Abstimmung im Ortsrat Hahnenklee ist für den 26. Februar angesetzt. Anschließend wird das Thema am 13. März im Ausschuss für Welterbe, Stadtgeschichte und Kultur sowie am 24. März im Verwaltungsausschuss behandelt. Die finale Entscheidung soll in der Ratssitzung am 1. April fallen.