Men­dels­sohns Kan­ta­te erklingt im Got­tes­dienst in Nein­stedt

In der Lin­den­hof­s­kir­che der Evan­ge­li­schen Stif­tung Nein­stedt erklingt am Sonn­tag, 15. Novem­ber 2026, die Kan­ta­te „Wer nur den lie­ben Gott lässt wal­ten“ von Felix Men­dels­sohn-Bar­thol­dy. Die Auf­füh­rung beginnt um 10 Uhr im Rah­men des Got­tes­diens­tes. Die Nein­sted­ter Kan­to­rei gestal­tet das musi­ka­li­sche Pro­gramm gemein­sam mit einer Solis­tin und einem klei­nen Orches­ter unter der Lei­tung von Kan­tor Hans-Mar­tin Fuhr­mann.

Nach der Auf­füh­rung der Sin­fo­nie-Kan­ta­te „Lob­ge­sang“ im Sep­tem­ber ist es bereits das zwei­te grö­ße­re Werk Men­dels­sohns für Chor und Orches­ter, das in die­sem Jahr in Nein­stedt zu hören ist. Anlass ist der 217. Geburts­tag des Kom­po­nis­ten.

Men­dels­sohns Kan­ta­te und ihre musi­ka­li­schen Wur­zeln

Die Kan­ta­te „Wer nur den lie­ben Gott lässt wal­ten“ gehört zu den ins­ge­samt acht Choral­kan­ta­ten, die Men­dels­sohn zwi­schen 1827 und 1832 kom­po­nier­te. Das Werk trägt den Titel eines damals beson­ders belieb­ten Kir­chen­lie­des.

Zu Men­dels­sohns Leb­zei­ten war die Kir­chen­kan­ta­te weit­ge­hend aus dem luthe­ri­schen Got­tes­dienst ver­schwun­den. Des­halb dach­te der Kom­po­nist bei sei­nen Wer­ken zunächst eher an Auf­füh­run­gen außer­halb des tra­di­tio­nel­len Got­tes­diens­tes oder in einem halb­sa­kra­len Rah­men.

Durch die gro­ße Wert­schät­zung Johann Sebas­ti­an Bachs in sei­nem Eltern­haus war Men­dels­sohn bereits früh mit des­sen Kan­ta­ten ver­traut. Die gleich­na­mi­ge Kan­ta­te von Bach lern­te er aller­dings erst nach Abschluss sei­ner eige­nen Kom­po­si­ti­on ken­nen. Dabei ent­deck­te er zahl­rei­che musi­ka­li­sche Gemein­sam­kei­ten.

Nein­sted­ter Kan­to­rei mit umfang­rei­chem Reper­toire

Die Nein­sted­ter Kan­to­rei gehört zu den musi­ka­li­schen Grup­pen der Lin­den­hof­s­ge­mein­de der Evan­ge­li­schen Stif­tung Nein­stedt. Rund 25 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger tref­fen sich wöchent­lich zu Pro­ben unter der Lei­tung von Kan­tor Hans-Mar­tin Fuhr­mann.

Neben der musi­ka­li­schen Gestal­tung von Got­tes­diens­ten und Kon­zer­ten wid­met sich der Chor regel­mä­ßig grö­ße­ren chor­sym­pho­ni­schen Wer­ken. Zwei­mal jähr­lich ste­hen ent­spre­chen­de Auf­füh­run­gen auf dem Pro­gramm, teil­wei­se gemein­sam mit benach­bar­ten Kan­to­rei­en.

Zum bis­he­ri­gen Reper­toire zäh­len bedeu­ten­de Wer­ke der Kir­chen­mu­sik, dar­un­ter Hän­dels „Mes­si­as“, Haydns „Schöp­fung“, die Requi­en von Mozart und Fau­ré sowie Bachs Johan­nes-Pas­si­on und das Weih­nachts­ora­to­ri­um.

Mit der Auf­füh­rung der Men­dels­sohn-Kan­ta­te setzt die Nein­sted­ter Kan­to­rei ihre musi­ka­li­sche Arbeit fort und berei­chert den Got­tes­dienst am 15. Novem­ber um ein Werk der roman­ti­schen Kir­chen­mu­sik.

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