In der St. Petrus-Kapelle in Schulenberg ging es am vergangenen Samstag ungewöhnlich lebhaft zu. Statt eines Gottesdienstes stand gemeinsames Kürbisschnitzen auf dem Programm. Zahlreiche Kinder und ihre Familien nutzten die Gelegenheit, kreative Halloween-Laternen zu gestalten. Die Aktion sollte zugleich die Dorfgemeinschaft stärken und die Kapelle als Treffpunkt für das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Ort etablieren.
Mit viel Begeisterung wurden Kürbisse ausgehöhlt, Gesichter vorgezeichnet und gruselige Fratzen geschnitzt. Nach und nach entstanden zahlreiche individuell gestaltete Kürbislaternen. Mitinitiatorin Jana Archibald freute sich über die unterschiedlichen Ergebnisse. Die Idee sei gewesen, neben den üblichen Laternenumzügen einmal etwas Neues auszuprobieren.
Mehr als 20 Kinder beteiligen sich
Ursprünglich hatten sich 20 Kinder für die Aktion angemeldet. Tatsächlich kamen noch einige weitere hinzu. Auch Familien aus Clausthal-Zellerfeld und Langelsheim waren nach Schulenberg gereist, um gemeinsam Kürbisse zu gestalten.
Während die jüngeren Kinder Unterstützung von ihren Eltern erhielten, konnten die älteren Teilnehmer ihre Ideen weitgehend selbstständig umsetzen. In der Kapelle entstand eine lebendige und gemeinschaftliche Atmosphäre.
Die Veranstaltung richtete sich bewusst auch an Menschen, die sonst nur wenig Berührungspunkte mit der Kirche haben. Die St. Petrus-Kapelle soll nicht ausschließlich ein Ort für Gottesdienste sein, sondern auch Raum für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten bieten.
Kapelle als Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft
Das Kürbisschnitzen reiht sich in verschiedene Veranstaltungen ein, mit denen das kirchliche und kulturelle Leben in Schulenberg bereichert wird. Dazu gehört auch der Adventsmarkt, der am dritten Adventswochenende stattfindet.
Solche Angebote sollen die Gemeinschaft im Ort langfristig stärken und Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringen.
Die beim Kürbisschnitzen entstandenen Laternen schmückten anschließend zahlreiche Hauseingänge in Schulenberg und begleiteten die Kinder durch die Halloweenzeit.
Der 31. Oktober hat neben Halloween auch eine kirchliche Bedeutung. An diesem Tag wird der Reformationstag begangen, der an Martin Luthers Veröffentlichung der 95 Thesen im Jahr 1517 erinnert. Seine Kritik am Ablasshandel und seine Forderungen nach einer Erneuerung der Kirche bilden den historischen Hintergrund dieses Gedenktages.





























