Kaba­rett in Qued­lin­burg: Lars Johan­sen erklärt, war­um er immer Recht hat

Wer hat eigent­lich Recht – und wer ent­schei­det dar­über? Die­ser Fra­ge wid­met sich Kaba­ret­tist Lars Johan­sen in sei­nem Pro­gramm „Recht haben“, das im Kul­tur­zen­trum Rei­chen­stra­ße in Qued­lin­burg zu erle­ben ist. Mit viel Iro­nie nimmt er die zuneh­men­de Streit­lust in der Gesell­schaft und den Anspruch vie­ler Men­schen aufs Korn, grund­sätz­lich im Recht zu sein.

In einer Zeit, in der Dis­kus­sio­nen immer hit­zi­ger geführt wer­den und unter­schied­li­che Mei­nun­gen zuneh­mend auf­ein­an­der­pral­len, prä­sen­tiert Johan­sen eine ver­meint­lich ein­fa­che Lösung: Er selbst hat immer Recht. Zumin­dest behaup­tet er das mit gro­ßer Über­zeu­gung und macht dar­aus den Aus­gangs­punkt sei­nes Kaba­rett­abends.

Recht­ha­ben als Fami­li­en­tra­di­ti­on

In sei­nem Pro­gramm erklärt Johan­sen, dass ihm das Recht­ha­ben prak­tisch in die Wie­ge gelegt wur­de. Schon sein Groß­va­ter habe grund­sätz­lich Recht gehabt, eine Eigen­schaft, die die­ser wie­der­um von sei­ner Mut­ter, Oma Ber­tha, geerbt haben soll. Über meh­re­re Gene­ra­tio­nen sei die­ses beson­de­re Fami­li­en­er­be schließ­lich bei ihm ange­kom­men.

Mit die­ser augen­zwin­kern­den Fami­li­en­ge­schich­te nimmt der Kaba­ret­tist mensch­li­che Eitel­kei­ten und den Wunsch nach abso­lu­ter Gewiss­heit aufs Korn.

Auch bekann­te Poli­ti­ker wie Donald Trump, Wla­di­mir Putin, Kim Jong Un und Fried­rich Merz wer­den in das sati­ri­sche Gedan­ken­spiel ein­be­zo­gen. Doch selbst ihnen spricht Johan­sen das allei­ni­ge Recht auf die Wahr­heit ab. Schließ­lich kön­ne es nur einen geben, der wirk­lich Recht habe – und das sei selbst­ver­ständ­lich er selbst.

Sati­ri­scher Blick auf gesell­schaft­li­che Debat­ten

Das Pro­gramm beschäf­tigt sich mit einer Gesell­schaft, in der Mei­nun­gen häu­fig als unum­stöß­li­che Wahr­hei­ten ver­tre­ten wer­den. Johan­sen über­zeich­net die­se Hal­tung, indem er sich selbst zum allei­ni­gen Rich­ter über rich­tig und falsch erklärt.

Argu­men­te oder Gegen­mei­nun­gen sind in sei­ner sati­ri­schen Welt über­flüs­sig. Er über­nimmt gleich­zei­tig die Rol­len von Rich­ter, Staats­an­walt, Ver­tei­di­ger, Klä­ger und Ange­klag­tem. Das Ergeb­nis steht damit bereits vor jeder Dis­kus­si­on fest.

Mit die­ser Zuspit­zung hin­ter­fragt der Kaba­ret­tist den Umgang mit unter­schied­li­chen Ansich­ten und die zuneh­men­de Unver­söhn­lich­keit gesell­schaft­li­cher Aus­ein­an­der­set­zun­gen.

Ein­tritts­kar­ten und Vor­ver­kauf

Die Ver­an­stal­tung fin­det im Kul­tur­zen­trum Rei­chen­stra­ße, Rei­chen­stra­ße 1 in Qued­lin­burg, statt.

Ein­tritts­kar­ten kos­ten im Vor­ver­kauf 15 Euro, Schü­ler und Stu­den­ten zah­len ermä­ßigt 10 Euro. An der Abend­kas­se beträgt der regu­lä­re Ein­tritts­preis 19 Euro, ermä­ßigt eben­falls 10 Euro.

Kar­ten sind bei der Qued­lin­burg-Tou­ris­mus-Mar­ke­ting GmbH, Markt 4 in Qued­lin­burg, unter der Tele­fon­num­mer 03946 905624 oder per E‑Mail an qtm@quedlinburg.de erhält­lich. Außer­dem kön­nen Tickets in der Bar Rei­che in der Rei­chen­stra­ße 1 gekauft wer­den.

Vor­be­stel­lun­gen für die Abend­kas­se nimmt das Kul­tur­zen­trum Rei­chen­stra­ße unter der Tele­fon­num­mer 03946 2640 oder per E‑Mail an info@reichenstrasse.de ent­ge­gen.

Ein Ver­an­stal­tungs­ter­min wur­de in den vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen nicht genannt.

Kari­ka­tur: Phil Hub­be

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