Kai­ser­ring 2026 für Gabrie­le Stöt­zer: Mön­che­haus Muse­um zeigt fünf Jahr­zehn­te Kunst

Die Künst­le­rin Gabrie­le Stöt­zer wird mit dem Kai­ser­ring 2026 der Stadt Gos­lar aus­ge­zeich­net. Die 1953 in Emle­ben gebo­re­ne Künst­le­rin erhält einen der inter­na­tio­nal renom­mier­tes­ten Prei­se für moder­ne Kunst. Mit der Aus­zeich­nung wür­digt die Stadt ins­be­son­de­re ihre Vor­rei­ter­rol­le im künst­le­risch-akti­vis­ti­schen Arbei­ten und ihren Ein­satz für per­sön­li­che und künst­le­ri­sche Frei­heit. Die Preis­ver­lei­hung fand am 10. Okto­ber in der Gos­la­rer Kai­ser­pfalz statt. Beglei­tend zeigt das Mön­che­haus Muse­um eine umfas­sen­de Ein­zel­aus­stel­lung, die noch bis zum 31. Janu­ar 2027 zu sehen ist.

Die Ent­schei­dung über die Aus­zeich­nung hat­te Gos­lars Ober­bür­ger­meis­te­rin Urte Schwerdt­ner bereits am 9. Janu­ar beim tra­di­tio­nel­len Neu­jahrs­emp­fang in der Kai­ser­pfalz bekannt gege­ben.

Kunst zwi­schen Selbst­be­stim­mung und poli­ti­schem Wider­stand

Gabrie­le Stöt­zer zählt zu den prä­gen­den Künst­le­rin­nen seit den frü­hen 1980er-Jah­ren. In ihren Arbei­ten beschäf­tigt sie sich mit gesell­schaft­li­chen Rol­len­zu­schrei­bun­gen, indi­vi­du­el­len Frei­hei­ten und Macht­struk­tu­ren. Einen Schwer­punkt bil­det dabei die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit den poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen in der DDR.

Die Kai­ser­ring-Jury hebt ins­be­son­de­re Stöt­zers Bedeu­tung für die Ent­wick­lung künst­le­risch-akti­vis­ti­scher Arbeits­wei­sen her­vor. Mit ihren expe­ri­men­tel­len Arbei­ten sowie ihrem Enga­ge­ment für künst­le­ri­sche Zusam­men­ar­beit und Ver­net­zung sei sie zu einem wich­ti­gen Vor­bild für jün­ge­re Künst­le­rin­nen­ge­ne­ra­tio­nen gewor­den.

Nach Ein­schät­zung der Jury besit­zen zen­tra­le The­men ihres Schaf­fens, dar­un­ter das Ver­hält­nis zwi­schen Indi­vi­du­um und Gesell­schaft, auch in der Gegen­wart eine beson­de­re Aktua­li­tät.

Aus­stel­lung im Mön­che­haus Muse­um zeigt fünf Jahr­zehn­te Kunst

Unter dem Titel „Gabrie­le Stöt­zer – VER­bun­den“ wid­met das Mön­che­haus Muse­um Gos­lar der Kai­ser­ring­trä­ge­rin eine umfang­rei­che Ein­zel­aus­stel­lung. Die Prä­sen­ta­ti­on wur­de am 10. Okto­ber 2026 eröff­net und läuft bis zum 31. Janu­ar 2027.

Gezeigt wer­den Wer­ke aus den 1970er-Jah­ren bis in die Gegen­wart. Die Aus­stel­lung umfasst Foto­gra­fie, Per­for­mance, Film, Tex­til­kunst und Lite­ra­tur. Sie ver­deut­licht die unter­schied­li­chen Aus­drucks­for­men, mit denen Stöt­zer seit mehr als fünf Jahr­zehn­ten Fra­gen von Selbst­be­stim­mung, Kör­per, gesell­schaft­li­chem Zusam­men­le­ben und poli­ti­schem Wider­stand unter­sucht.

Für die Aus­stel­lung in Gos­lar ent­stan­den zudem neue Arbei­ten und eine Edi­ti­on. Ergän­zend erscheint eine Mono­gra­fie im Spec­tor Books Ver­lag.

Ein Rah­men­pro­gramm mit Vor­trä­gen, einem Kon­zert, Per­for­man­ces und einer Lesung der Künst­le­rin beglei­tet die Prä­sen­ta­ti­on.

Kai­ser­ring­sti­pen­dia­tin Mona Fill­eul eben­falls ver­tre­ten

Par­al­lel zur Aus­stel­lung der Kai­ser­ring­trä­ge­rin zeigt das Mön­che­haus Muse­um Arbei­ten der Kai­ser­ring­sti­pen­dia­tin Mona Fill­eul. Unter dem Titel „I <3 t.s.“ prä­sen­tiert sie ihre ers­te insti­tu­tio­nel­le Ein­zel­aus­stel­lung in Deutsch­land.

Bei­de Aus­stel­lun­gen wur­den von Muse­ums­di­rek­to­rin Miri­am Bet­tin kura­tiert.

Kai­ser­ring zählt zu den bedeu­tends­ten Kunst­prei­sen

Der Gos­la­rer Kai­ser­ring wird seit 1975 ver­lie­hen und zählt zu den inter­na­tio­nal ange­se­hens­ten Aus­zeich­nun­gen für moder­ne Kunst. Zu den ers­ten Preis­trä­gern gehör­ten Hen­ry Moo­re, Max Ernst und Alex­an­der Cal­der.

In den fol­gen­den Jahr­zehn­ten wur­den zahl­rei­che bedeu­ten­de Per­sön­lich­kei­ten der Gegen­warts­kunst aus­ge­zeich­net, dar­un­ter Joseph Beuys, Ger­hard Rich­ter, Nam June Paik, Chris­to, Cin­dy Sher­man, Jen­ny Hol­zer, Andre­as Gurs­ky, Bridget Riley, David Lynch und Olaf­ur Eli­as­son.

Zu den jüngs­ten Preis­trä­gern vor Gabrie­le Stöt­zer zäh­len Vadim Zak­ha­rov und Yuri Albert, Miri­am Cahn sowie Katha­ri­na Frit­sch.

Aus­stel­lung noch bis Ende Janu­ar 2027

Die Aus­stel­lung „Gabrie­le Stöt­zer – VER­bun­den“ ist bis zum 31. Janu­ar 2027 im Mön­che­haus Muse­um Gos­lar, Mön­che­stra­ße 1, zu sehen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Aus­stel­lungs­pro­gramm sind unter www.moenchehaus.de erhält­lich.

Foto: Stadt Gos­lar – Kai­ser­ring

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