Kla­vier­abend in Hah­nen­klee: Hen­ri­ke Brüg­gen spielt Bachs Gold­berg­va­ria­tio­nen

Die Stab­kir­che in Hah­nen­klee wird am Don­ners­tag, 22. Okto­ber 2026, zum Schau­platz eines beson­de­ren Kla­vier­kon­zerts. Die mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Pia­nis­tin Hen­ri­ke Brüg­gen inter­pre­tiert ab 19.30 Uhr die Gold­berg­va­ria­tio­nen von Johann Sebas­ti­an Bach. Der Ein­tritt ist frei, um Spen­den wird gebe­ten.

Das unter dem Titel Aria mit ver­schie­de­nen Ver­än­de­run­gen, BWV 988, ver­öf­fent­lich­te Werk zählt zu den bedeu­tends­ten Kom­po­si­tio­nen der Kla­vier­li­te­ra­tur. Aus­ge­hend von der Bass­li­nie einer Aria ent­wi­ckel­te Bach ins­ge­samt 30 Varia­tio­nen, die durch ihre musi­ka­li­sche Viel­falt, tech­ni­sche Raf­fi­nes­se und unter­schied­li­chen Aus­drucks­for­men geprägt sind.

Hen­ri­ke Brüg­gen wid­met sich die­sem anspruchs­vol­len Werk mit einem beson­de­ren Augen­merk auf den musi­ka­li­schen Aus­druck. Ihr künst­le­ri­scher Ansatz zielt dar­auf ab, die Struk­tu­ren und cha­rak­ter­li­chen Unter­schie­de der ein­zel­nen Varia­tio­nen her­aus­zu­ar­bei­ten und dem Publi­kum die Viel­schich­tig­keit der Kom­po­si­ti­on zu ver­mit­teln.

Mehr­fach aus­ge­zeich­ne­te Pia­nis­tin mit inter­na­tio­na­ler Kon­zert­er­fah­rung

Hen­ri­ke Brüg­gen gehört zu den erfolg­rei­chen Pia­nis­tin­nen ihrer Gene­ra­ti­on. Sie erhielt zahl­rei­che Aus­zeich­nun­gen bei renom­mier­ten Wett­be­wer­ben, dar­un­ter der Inter­na­tio­na­le Stein­way-Kla­vier­spiel­wett­be­werb, der Bun­des­wett­be­werb Jugend musi­ziert und der inter­na­tio­na­le Pia­no Cam­pus-Wett­be­werb in Paris.

Zudem war sie Sti­pen­dia­tin der Oskar-und-Vera-Rit­ter-Stif­tung und des Deut­schen Musik­wett­be­werbs. Auch in die Bun­des­aus­wahl Kon­zer­te Jun­ger Künst­ler wur­de sie auf­ge­nom­men.

Als Solis­tin trat sie unter ande­rem mit der Sin­fo­nia Var­so­via und den Göt­tin­ger Sym­pho­ni­kern auf. Kon­zert­auf­trit­te führ­ten sie zu bekann­ten Musik­fes­ti­vals wie den Schwet­zin­ger Fest­spie­len und den Fest­spie­len Meck­len­burg-Vor­pom­mern. Dar­über hin­aus ent­stan­den Rund­funk­auf­nah­men für Deutsch­land­ra­dio, NDR und SWR.

Inten­si­ve Beschäf­ti­gung mit his­to­ri­scher Auf­füh­rungs­pra­xis

Ihre musi­ka­li­sche Aus­bil­dung absol­vier­te Hen­ri­ke Brüg­gen in Han­no­ver und Det­mold bei Karl-Heinz Käm­mer­ling, Hei­di Köh­ler und Ana­tol Ugor­ski. Im Jahr 2007 schloss sie ihr Stu­di­um mit dem Kon­zert­ex­amen ab.

Seit meh­re­ren Jah­ren beschäf­tigt sich die Pia­nis­tin inten­siv mit his­to­ri­scher Auf­füh­rungs­pra­xis. In die­sem Zusam­men­hang arbei­tet sie regel­mä­ßig mit Rein­hard Goe­bel zusam­men und absol­vier­te ein wei­ter­füh­ren­des Stu­di­um am Mozar­te­um Salz­burg.

Wei­te­re künst­le­ri­sche Anre­gun­gen erhielt sie unter ande­rem von Sán­dor Fal­vai, Gyön­gyi Kevehá­zi, Tho­mas Bran­dis, dem Alban Berg Quar­tett, Hat­to Bey­er­le und Ulf Schnei­der.

Neben ihrer Kon­zert­tä­tig­keit ist Brüg­gen auch in der musi­ka­li­schen Aus­bil­dung aktiv. Sie hat­te Lehr­auf­trä­ge an den Musik­hoch­schu­len in Han­no­ver und Mün­chen inne. Seit 2018 unter­rich­tet sie als Lehr­be­auf­trag­te an der Uni­ver­si­tät der Küns­te Ber­lin.

Kon­zert bei frei­em Ein­tritt

Das Kon­zert mit Bachs Gold­berg­va­ria­tio­nen beginnt am Don­ners­tag, 22. Okto­ber, um 19.30 Uhr in der Stab­kir­che Hah­nen­klee. Der Ein­tritt ist kos­ten­los. Zur Unter­stüt­zung der Ver­an­stal­tung wer­den Spen­den erbe­ten.

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