Sieg­fried fei­ert im Novem­ber Pre­mie­re am Harzthea­ter

Das Harzthea­ter setzt sei­nen Jahr­hun­dert-Ring fort: Am Sams­tag, 7. Novem­ber, fei­ert Richard Wag­ners Oper Sieg­fried um 17 Uhr im Gro­ßen Haus Hal­ber­stadt Pre­mie­re. Es ist der drit­te Teil des Zyklus Der Ring des Nibe­lun­gen, der 2027 mit der Göt­ter­däm­me­rung abge­schlos­sen wer­den soll. Dann jährt sich die letz­te voll­stän­di­ge Auf­füh­rung des Rings in Hal­ber­stadt zum 100. Mal.

Die Hand­lung von Sieg­fried setzt rund 18 Jah­re nach der Wal­kü­re ein. Sieg­fried, Sohn von Sieg­lin­de und Sieg­mund, wächst bei Mime auf und kennt weder Angst noch sei­ne Her­kunft. Aus den Bruch­stü­cken des Schwer­tes sei­nes Vaters schmie­det er eine neue Waf­fe, erschlägt den Dra­chen Faf­ner und gelangt so in den Besitz des Rings. Spä­ter trifft er auf Brünn­hil­de, die er aus ihrem Schlaf erweckt.

Insze­nie­rung führt Kon­zept des Rings fort

Regis­seur Mar­co Mis­gai­ski führt gemein­sam mit Aus­stat­ter Tom Grass­hof die Kon­zep­ti­on der bis­he­ri­gen Ring-Insze­nie­run­gen wei­ter. Im Mit­tel­punkt ste­hen die han­deln­den Men­schen und die Fol­gen von Macht­an­spruch, Hybris und Ver­fall. Auch das Büh­nen­bild ent­wi­ckelt sich wei­ter: Der einst stol­ze Bau ist nun von den Spu­ren eines Bran­des gezeich­net.

Die Titel­rol­le über­nimmt Tobi­as Ama­de­us Schö­ner. Peg­gy Stei­ner ist als Brünn­hil­de zu erle­ben. Wei­te­re Rol­len über­neh­men Fran­cis­co Huer­ta als Mime, Juha Kos­ke­la als Wan­de­rer, Samu­el Ber­lad als Albe­rich, Gijs Nij­kamp als Faf­ner, Ger­lind Schrö­der als Erda und Béné­dic­te Hil­bert als Wald­vo­gel.

Die musi­ka­li­sche Lei­tung liegt bei Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Johan­nes Rie­ger. Es spie­len die Har­zer Sin­fo­ni­ker.

Wei­te­re Vor­stel­lun­gen in Hal­ber­stadt und Qued­lin­burg

Nach der Pre­mie­re fol­gen wei­te­re Auf­füh­run­gen am 22. Novem­ber in Hal­ber­stadt und am 18. Dezem­ber in Qued­lin­burg. Wei­te­re Ter­mi­ne sind für Janu­ar, Febru­ar und März 2027 vor­ge­se­hen. Vor den Vor­stel­lun­gen außer­halb der Pre­mie­re gibt es jeweils 45 Minu­ten vor Beginn eine Stück­ein­füh­rung.

Bereits vor der Pre­mie­re bie­tet das Harzthea­ter zwei Begleit­ver­an­stal­tun­gen an. Am 12. Okto­ber infor­miert Wag­ner-Exper­tin Sil­ke Nuss um 19.30 Uhr in der Kam­mer­büh­ne Hal­ber­stadt über das Werk. Am 28. Okto­ber gibt es dort ab 18.30 Uhr Ein­bli­cke in eine offe­ne Büh­nen­or­ches­ter­pro­be und in die Insze­nie­rung.

Tickets sind an den Thea­ter­kas­sen in Hal­ber­stadt und Qued­lin­burg sowie an den bekann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len erhält­lich.

Foto: Kat­ja Stüt­zer

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