Halberstadt erinnert an den Dirigenten und Komponisten Hans Karl Balduin Auenmüller. Anlässlich seines 100. Geburtstages zeigt das Städtische Museum in einer Vitrine bislang nicht öffentlich präsentierte Stücke aus seinem Nachlass.
Auenmüller wurde am 31. Oktober 1926 in Dresden geboren und starb am 3. August 1991. Seit 1954 wirkte er als Chorleiter und Musikdirektor am Halberstädter Theater und prägte damit über Jahrzehnte das kulturelle Leben der Stadt.
Eine besondere Rolle spielte für ihn die künstlerische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zahlreiche junge Menschen führte er an Musik und Theater heran.
Nachlass seit Januar im Stadtarchiv
Im Januar 2026 übergab Auenmüllers Sohn Michael Auenmüller den vollständigen Nachlass seines Vaters an die Stadt Halberstadt. Seitdem wird dieser im Stadtarchiv aufbewahrt.
Gemeinsam mit Silke Nuss unterstützt Michael Auenmüller das Archiv bei der Sichtung und Einordnung der umfangreichen Fotos und Dokumente. Dabei werden die Stücke auch in den Zusammenhang von Auenmüllers beruflichem Wirken und seiner Biografie eingeordnet.
Taktstock und letzte Komposition zu sehen
Die Ausstellung im Foyer des Städtischen Museums zeigt ausgewählte persönliche und berufliche Erinnerungsstücke. Dazu gehören Auenmüllers einziger überlieferter Taktstock, seine kurz vor seinem Tod entstandene letzte Komposition sowie mehrere Ehrenorden.
Zu sehen ist außerdem eine von seiner Frau Renata Auenmüller zusammengestellte Sammlung von Zeitungskritiken zu seinen Aufführungen. Sie gibt Einblicke in seine langjährige Arbeit in Halberstadt.
Die Vitrine ist bis zum 31. Januar 2027 kostenfrei im Städtischen Museum Halberstadt, Domplatz 36, zu sehen. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
Foto: Stadtmarketing Halberstadt / Stadtarchiv Halberstadt





























