War­um der Kör­per Mahl­zei­ten abends anders ver­ar­bei­tet

Nicht nur die Aus­wahl der Lebens­mit­tel, son­dern auch der Zeit­punkt einer Mahl­zeit kann beein­flus­sen, wie der Kör­per Nah­rung ver­ar­bei­tet. Gun­nar Mol­len­hau­er von der IKK gesund plus erklärt, wel­che Rol­le der Tag-Nacht-Rhyth­mus dabei spielt und was gegen Heiß­hun­ger am Abend hel­fen kann.

Der Kör­per folgt einem natür­li­chen Tages­rhyth­mus. Tags­über sind vie­le Stoff­wech­sel­pro­zes­se dar­auf aus­ge­rich­tet, Nah­rung auf­zu­neh­men und Ener­gie bereit­zu­stel­len. In der Nacht rücken dage­gen Rege­ne­ra­ti­on und Repa­ra­tur­pro­zes­se stär­ker in den Vor­der­grund.

Das wirkt sich auch auf die Ver­ar­bei­tung von Mahl­zei­ten aus. Nach Anga­ben Mol­len­hau­ers kann der Kör­per Nah­rung mor­gens und mit­tags in der Regel bes­ser ver­ar­bei­ten als spät am Abend.

Schwe­re Mahl­zei­ten am spä­ten Abend ver­mei­den

Wer spät und reich­lich isst, muss damit rech­nen, dass der Blut­zu­cker län­ger erhöht bleibt als nach einer ver­gleich­ba­ren Mahl­zeit tags­über. Auch der Fett­stoff­wech­sel arbei­tet am Abend anders, da der Kör­per zu die­ser Zeit weni­ger dar­auf ein­ge­stellt ist, Ener­gie unmit­tel­bar zu nut­zen.

Eine star­re Regel, nach 18 Uhr nichts mehr zu essen, lässt sich dar­aus jedoch nicht ablei­ten. Ent­schei­dend sind viel­mehr Men­ge und Zusam­men­set­zung der Mahl­zeit. Ein leich­tes Abend­essen belas­tet den Kör­per anders als eine gro­ße und schwe­re Mahl­zeit unmit­tel­bar vor dem Schla­fen­ge­hen.

Was gegen abend­li­chen Heiß­hun­ger hel­fen kann

Bei Heiß­hun­ger am Abend emp­fiehlt Mol­len­hau­er zunächst ein Glas Was­ser oder unge­süß­ten Tee. Mit­un­ter kön­ne hin­ter dem ver­meint­li­chen Hun­ger­ge­fühl auch Durst ste­cken.

Bleibt der Hun­ger bestehen, kom­men klei­ne eiweiß­rei­che Snacks infra­ge. Als Bei­spie­le nennt er Natur­jo­ghurt, Quark, ein Stück Käse oder eine klei­ne Hand­voll Nüs­se.

Vor­beu­gen lässt sich abend­li­chem Heiß­hun­ger zudem durch regel­mä­ßi­ge und aus­rei­chen­de Mahl­zei­ten über den Tag ver­teilt. Dadurch kann ver­mie­den wer­den, dass am Abend ein grö­ße­rer Nach­hol­be­darf ent­steht.

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