Schrau­be-Muse­um zeigt Wege von Kriegs­en­de zu dau­er­haf­tem Frie­den

Vom 2. Okto­ber bis 26. Novem­ber 2026 zeigt das Schrau­be-Muse­um in Hal­ber­stadt die Son­der­aus­stel­lung „Wege zum Frie­den: Kriegs­fol­gen und Frie­dens­pro­zes­se“. Die vom Volks­bund Deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge ent­wi­ckel­te Aus­stel­lung beschäf­tigt sich mit der Fra­ge, wie nach einem Krieg ein dau­er­haf­ter Frie­den ent­ste­hen kann.

Eröff­net wird die Aus­stel­lung am Frei­tag, 2. Okto­ber, um 16 Uhr im Lasch­ke­witz-Brehm-Saal des Schrau­be-Muse­ums. Das Städ­ti­sche Muse­um Hal­ber­stadt und der Volks­bund laden dazu bei Kaf­fee und Gebäck ein. Maik Rei­chel, Lei­ter der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung, und Andre­as Arns­feld, Lan­des­vor­sit­zen­der des Volks­bun­des, füh­ren in die The­men der Aus­stel­lung ein. Anschlie­ßend besteht Gele­gen­heit zum Gespräch.

Frie­dens­pro­zes­se aus his­to­ri­scher und aktu­el­ler Per­spek­ti­ve

Die Aus­stel­lung ver­deut­licht, dass das Ende von Kampf­hand­lun­gen noch kei­nen dau­er­haf­ten Frie­den bedeu­tet. Frie­dens­pro­zes­se kön­nen Ver­hand­lun­gen, Wie­der­auf­bau und die Wie­der­her­stel­lung einer funk­tio­nie­ren­den Rechts- und Gesell­schafts­ord­nung umfas­sen. Auch Erin­ne­rung, Ver­söh­nung und die Ver­mei­dung neu­er Kon­flik­te spie­len eine Rol­le.

His­to­ri­sche und aktu­el­le Bei­spie­le zei­gen unter­schied­li­che Wege aus gewalt­sa­men Kon­flik­ten. The­ma­ti­siert wer­den unter ande­rem der Ers­te und Zwei­te Welt­krieg, der Bos­ni­en­krieg sowie der Krieg in der Ukrai­ne. Dabei geht es auch um Fra­gen nach einem gerech­ten Frie­den, dem Zusam­men­le­ben ehe­ma­li­ger Geg­ner sowie der Bedeu­tung von Erin­ne­rung und Geden­ken.

Die Son­der­aus­stel­lung ist Teil der frie­dens­päd­ago­gi­schen Bil­dungs­ar­beit des Volks­bun­des Deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge. Sie ver­bin­det his­to­ri­sche Erfah­run­gen mit aktu­el­len gesell­schaft­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen rund um Frie­den, Demo­kra­tie, Ver­ant­wor­tung und gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt.

Frie­dens­ka­cheln für ein gemein­sa­mes Kunst­pro­jekt

Zum Begleit­pro­gramm gehört am Don­ners­tag, 22. Okto­ber, von 10 bis 15 Uhr das Feri­en­pro­jekt „Ton trifft Frie­den“ mit dem Mag­de­bur­ger Künst­ler Mar­cus Bar­witz­ki. Kin­der ab sechs Jah­ren und Jugend­li­che kön­nen dabei eige­ne Ton­ka­cheln zum The­ma Frie­den gestal­ten. Vor­kennt­nis­se sind nicht erfor­der­lich, für Ver­pfle­gung ist gesorgt.

Die Kacheln wer­den Teil des mehr­jäh­ri­gen Kunst- und Bil­dungs­pro­jekts „Flo­ris Pax“. Bis zu 2.500 Men­schen aus Sach­sen-Anhalt und ande­ren Tei­len der Welt sol­len dar­an mit­wir­ken. Aus ihren per­sön­li­chen Frie­dens­bot­schaf­ten soll ein gemein­sa­mes Frie­dens­denk­mal für den Elbau­en­park Mag­de­burg ent­ste­hen.

Das geplan­te Peace Monu­ment ist von der meso­ame­ri­ka­ni­schen Mais­pflan­ze inspi­riert. Ihre ver­schie­den­far­bi­gen Kör­ner ste­hen im Pro­jekt für Viel­falt und Gemein­schaft, die Pflan­ze selbst für Leben und den Gedan­ken „Genug für alle“.

Finis­sa­ge Ende Novem­ber

Zum Abschluss der Son­der­aus­stel­lung fin­det am Don­ners­tag, 26. Novem­ber, eine Finis­sa­ge statt. Um 15 Uhr ist eine gemein­sa­me Füh­rung durch die Aus­stel­lung geplant.

Für die Ver­an­stal­tun­gen wird um Anmel­dung unter aufsicht@halberstadt.de oder tele­fo­nisch unter 03941/551474 gebe­ten.

Foto: Sarah Lorenz

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