Das Polizeirevier Harz setzt seine Präventionsarbeit in Wernigerode mit einem neuen Thema fort. Auf dem Multimedia-Infolaufband HarzHorizont der GWW ist seit kurzem die Kampagne Kinder sind kein Content zu sehen. Sie richtet sich vor allem an Eltern und andere Bezugspersonen und soll auf Risiken beim Teilen von Fotos und Videos von Kindern im Internet aufmerksam machen.
Nach Angaben der Polizei können öffentlich zugängliche Kinderbilder von Kriminellen missbraucht und in sexualisierten Zusammenhängen weiterverwendet werden. Auch moderne KI-Technologien erhöhen das Risiko. Bereits einzelne Fotos können als Grundlage für täuschend echte manipulierte Aufnahmen dienen.
Auch spätere Folgen möglich
Neben möglichem Missbrauch können veröffentlichte Bilder für Kinder auch Jahre später problematisch werden. Aufnahmen, die zunächst harmlos erscheinen, können Anlass für Spott oder Cybermobbing bieten.
Die Polizei verweist zudem auf das Recht von Kindern auf Privatsphäre und am eigenen Bild. Einmal veröffentlichte Inhalte können sich schnell verbreiten und langfristig im Internet auffindbar bleiben. Je nach Art der Veröffentlichung können außerdem rechtliche Vorschriften greifen.
Polizei empfiehlt Zurückhaltung bei Veröffentlichungen
Zum Schutz von Kindern rät die Polizei dazu, Gesichter auf veröffentlichten Bildern möglichst unkenntlich zu machen und keine persönlichen Angaben wie Namen, konkrete Aufenthaltsorte oder Hinweise auf die besuchte Kita zu veröffentlichen.
Besondere Zurückhaltung sei bei Fotos geboten, die Kinder in intimen, verletzlichen oder peinlichen Situationen zeigen. Nackte oder leicht bekleidete Kinder sollten grundsätzlich nicht öffentlich abgebildet werden.
Empfohlen wird außerdem, die Privatsphäre-Einstellungen sozialer Netzwerke zu überprüfen und Profile möglichst nur für ausgewählte persönliche Kontakte zugänglich zu machen. Möchte ein Kind nicht fotografiert werden oder lehnt die Veröffentlichung eines Bildes ab, sollte dieser Wunsch respektiert werden.
Mit der Kampagne will das Polizeirevier Harz das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kinderbildern und persönlichen Informationen im digitalen Raum stärken.





























