Bei der Überarbeitung der Engelhardt-Orgel in der St. Jacobi-Schlosskirche in Osterode ist ein besonderer Fund gelungen. Orgelsachverständiger Hans-Ulrich Funk aus Herzberg entdeckte Pfeifen aus dem Jahr 1600, die offenbar bereits seit Langem in dem Instrument verbaut waren, bislang aber nicht als solche erkannt worden waren.
Mehrere Wochen lang arbeitete die Orgelbaufirma Waltershausen an dem Instrument. Ein etwa 2,5 mal 3,5 Meter großer Balg, der die Orgel mit Wind versorgt, wurde in der Werkstatt restauriert. Zudem wurde das gesamte Pfeifenwerk ausgebaut, gereinigt und anschließend wieder eingesetzt.
Klangbild stärker an Engelhardt ausgerichtet
Nach den technischen Arbeiten übernahm Hans-Ulrich Funk gemeinsam mit Mitarbeitern der Orgelbaufirma Markus Krawinkel die klangliche Überarbeitung. Dabei wurde jede Pfeife einzeln geprüft und abgestimmt.
Auch der Registerbestand wurde überarbeitet. Im zweiten Manual kam ein Register von Engelhardt hinzu. Damit verfügt die Orgel nun über 27 statt bisher 26 klingende Register. Das Klangkonzept wurde dabei stärker an Engelhardt ausgerichtet.
Insgesamt sind rund 1600 Pfeifen in der Orgel verbaut. Die letzte größere Instandsetzung hatte 1993 stattgefunden. Bei der aktuellen Überarbeitung wurden die verschiedenen technischen Bereiche geprüft und das Instrument zudem gründlich von Staub- und Schimmelablagerungen gereinigt.
Konzert zur Wiedereinweihung
Nach Abschluss der Arbeiten wird die Orgel am Sonntag, 13. September, um 16 Uhr mit einem Konzert zum Tag des offenen Denkmals wieder eingeweiht. Kreiskantor Jörg Ehrenfeuchter spielt Werke vom Barock bis zur Romantik.
Der Eintritt zum Konzert in der St. Jacobi-Schlosskirche ist frei.





























