Die Osteroder Tafel wünscht sich mehr Unterstützung für das Ehrenamt und eine verlässlichere Finanzierung. Bei einem Besuch informierte sich Pippa Schneider, Landtagsabgeordnete und Landratskandidatin der Grünen für den Kreis Göttingen, über die Arbeit des Vereins und dessen Anliegen an die Politik.
Vorstandsmitglied Luise Schrader sprach sich für eine stärkere Förderung des Ehrenamts aus. Zudem sei eine kontinuierliche und langfristige finanzielle Unterstützung der Tafeln durch die Politik oder den Landkreis wichtig, um die Arbeit besser planen zu können.
Schneider kritisierte geplante beziehungsweise bereits diskutierte Kürzungen im sozialen Bereich. Einsparungen an dieser Stelle seien aus ihrer Sicht ein falsches Signal und könnten das Vertrauen in die Politik beeinträchtigen. Grundsätzlich bestand Einigkeit darin, dass staatliche Unterstützung so ausgestaltet sein sollte, dass Menschen möglichst nicht auf Angebote wie die Tafeln angewiesen sind.
Lebensmittel für bis zu 350 Menschen
Luise Schrader sowie die Vorstandsmitglieder Henning Willig und Friedhelm Meinecke erläuterten Schneider und den Grünen-Vertreterinnen Almut Mackensen und Mona Brühne die Abläufe der Tafel.
Täglich werden nach Angaben des Vereins 36 Märkte in der Region angefahren. Die eingesammelten Lebensmittel werden in Osterode sortiert, in Kisten gepackt und anschließend zu neun Ausgabestellen zwischen Clausthal-Zellerfeld und Duderstadt gebracht.
Rund 120 Ehrenamtliche versorgen derzeit etwa 300 bis 350 Menschen. Für eine Kiste wird ein Betrag von fünf Euro erhoben. Damit müssen unter anderem Kraftstoff- und Kühlkosten gedeckt werden. Darüber hinaus ist die Tafel auf Spenden angewiesen.
Mobilität bleibt eine Herausforderung
Bei dem Besuch wurde auch die Verkehrsanbindung im Landkreis thematisiert. Schneider erklärte, dass Bus- und Bahnverbindungen in Göttingen und den Mittelzentren vergleichsweise gut funktionierten, die Verbindungen zwischen einzelnen Dörfern jedoch problematisch seien. Ähnliche Schwierigkeiten beträfen auch Kundinnen und Kunden der Tafel.
Schneider kündigte an, die Anliegen der Tafel weiterhin im Blick behalten zu wollen. Für den Verein ist die öffentliche Wahrnehmung nach Angaben des Vorstands besonders wichtig. Luise Schrader kritisierte zugleich, dass manche Politiker lediglich vor Wahlen den Kontakt zur Tafel suchten.






























