Am Schloss Wernigerode sind der umfassend sanierte Bäckerhof und ein neuer Fahrstuhl im Hausmannsturm eröffnet worden. Die Maßnahmen sollen insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, älteren Besucherinnen und Besuchern sowie Familien mit Kinderwagen den Zugang erleichtern.
Sachsen-Anhalts stellvertretender Ministerpräsident Prof. Dr. Armin Willingmann eröffnete die modernisierten Bereiche am Mittwoch gemeinsam mit Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha und Harz-Landrat Thomas Balcerowski. Willingmann würdigte die Arbeiten als wichtigen Beitrag dazu, das kulturelle Erbe des Schlosses für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen.
Historischer Bäckerhof umfassend saniert
Der Bäckerhof trägt seinen Namen nach der früher dort untergebrachten Schlossbäckerei. Der historische Bereich wurde unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes umfassend saniert. Künftig stehen dort unter anderem barrierefreie Stellplätze zur Verfügung.
Von dort können Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, ältere Gäste und Familien mit Kinderwagen den neuen Fahrstuhl im Hausmannsturm nutzen. Er ermöglicht einen weitgehend stufenlosen Zugang zur Großen Freiterrasse des Schlosses.
Das Schloss Wernigerode verzeichnete im Jahr 2025 rund 281.000 Besucherinnen und Besucher und zählt damit nach Angaben des Ministeriums zu den 20 meistbesuchten Burg- und Schlossmuseen Deutschlands.
14,2 Millionen Euro Gesamtinvestition
Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Arbeiten beträgt rund 14,2 Millionen Euro. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützte die Maßnahmen über die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur mit 11,7 Millionen Euro.
Oberbürgermeister Tobias Kascha dankte den beteiligten Handwerkerinnen und Handwerkern sowie den Fördermittelgebern. Die fortlaufenden Sanierungen sollen das Schloss nachhaltig und zukunftssicher aufstellen.
Landrat Thomas Balcerowski hob hervor, dass die Verbindung von Denkmalschutz und Barrierefreiheit eine besondere planerische Herausforderung sei. Die abgeschlossenen Arbeiten zeigten, dass sich beide Anforderungen miteinander vereinbaren ließen.





























